Kein Ankommen – Western Soldier lässt Duo verzweifeln

Zehn Saison-Starts, fünf Siege. Zuletzt vier Erfolge an der Strippe und eine Steigerung um 14 Kilo. Dem von Peter Schiergen für das Gestüt Park Wiedingen trainiertem Western Soldier ist der Titel „Handicapper des Jahres“ nicht mehr zu nehmen.

Und am Sonntag setzte der Soldier Hollow-Sohn sogar noch einen drauf, gewann nun schon seinen dritten Ausgleich I in Serie! Dabei gestaltete sich die Aufgabe für Jockey Bauyrzhan Murzabayev vielleicht kniffliger als erwartet, denn im Einlauf fand der Wallach zunächst überhaupt keine Lücke. Doch auf Western Soldier ist einfach verlass und Murzabayev fand dann die kleine Passage. Der Rest war dann nur Formsache für den Seriensieger, der wie schon bei seinen letzten Ausgleich I-Siegen Andreas Wöhlers Way To Dubai und Roland Dzubasz‘ New Wizard auf die Plätze verwies. Dreimal in Folge dieselbe Dreierwette in einem Ausgleich I – das hat es so wohl noch nie gegeben und ist zweifelsfrei etwas für die Geschichtsbücher.

„Das Pferd hat es sehr gut gemacht“, sagte Bauyrzhan Murzabayev nach dem Rennen. „Ich habe schon Mumm gehabt, aber dass es so leicht geht, habe ich nicht gedacht“, gab Peter Schiergen zu verstehen. “Ein super Pferd. Er läuft durch die Handicaps. Toller Typ, das macht einfach Spaß”, so Park Wiedingens Gestütsleiter Jan Ditscheid (zum Video).

Etwas mehr als eine Stunde vor dem Ausgleich I legte der von Sascha Smrczek für den Stall Grafenberg trainierte Bastiano nach und gewann nach Köln nun auch in Hannover (zum Video). Von den dreieinhalb Kilo Aufgewicht ließ sich der als 3,8-Favorit gestartete Wiener Walzer-Sohn unter Alexander Pietsch überhaupt nicht beeindrucken und gewann den Ausgleich III über die Meile souverän Start-Ziel gegen Auerbach, Kobold und Sporting Hunter. „Ich denke, dass sich Bastiano noch ein Rennen schnappen kann“, so Alexander Pietsch über den nun dreifachen Saisonsieger. „Der kann schon richtig marschieren. Es war ja erst der zweite Start für mich. Ich denke, dass er noch etwas im Tank hat, und er bleibt auch nächstes Jahr im Stall. Herr Woeste mag die Pferde aus der eigenen Zucht ja noch lieber als die dazugekauften Pferde.“

 

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