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Punchestown: Mullins top und Mullins Flop

Willie Mullins
Willie Mullins

Nicht weniger als drei Gruppe I-Rennen standen am ersten Tag des Punchestown Festivals auf der gleichnamigen Bahn auf dem Programm. Die William Hill Champion Chase (3200 m, 256.000 Euro) als Höhepunkt, das Bective Stud Champion Novice Hurdle (3300 m, 116.000 Euro), und die Dooley Group Champion Novice Steeplechase (4800 m, 118.000 Euro).

Natürlich war Startrainer Willie Mullins in allen drei Rennen chancenreich vertreten, aber es gab unterschiedliche Ergebnisse für den Top-Coach. Das Hauptrennen dominierte Mullins, als der von Paul Townend gerittene 1,6:1-Favorit Energumene von seinem Trainingsgefährten Chacun Pour Soi (Patrick Mullins) zwar herausgefordert wurde, sich aber am Ende klar von diesem lösen konnte, und mit einem Vorsprung von achteinhalb Längen überlegen gewann. Von Chacun Pour Soi bis zum Dritten Envoi Allen (Henry de VBromhead/Rachael Blackmore) waren es dann noch einmal sechs Längen.

Ganz anders hatte es für Mullins allerdings zuvor im Bective Stud Champion Novice Hurdle ausgesehen. Denn hier landete der klare 1,6:1-Favorit Sir Gerhard (Paul Townend) nur auf dem dritten Platz, und sein Trainingsgefährte und zweiter Favorit Dysart Dynamo (Patrick Mullins) gab sich restlos geschlagen und kam nur als letztes der fünf gestarteten Pferde über die Linie. Der Sieg ging hier an den 21,0:1-Außenseiter Mighty Potter (Gordon Elliott/Jack Kennedy), der sich mit vier Längen Vorsprung gegen den 100,1:1-Außenseiter Gatsby Grey (Oliver McKiernan/Barry Browne), einen Waldpark-Sohn, behaupten konnte. 

Die Dooley Group Champion Novice Steeplechase, in der sieben Pferde an den Start kamen, ging aber auch an Mullins, als sein Schützling Capodanno, ein Manduro-Sohn, als zweiter Favorit zur Quote von 3,7:1 gewann. Mit einem Vorsprung von Längen verwies der von Mark Walsh gerittene Sechsjährige, der JP McManus gehört, Lifetime Ambition (Jessica Harrington/Robbie Power) auf den zweiten Platz. Dritter wurde Fury Road (Gordon Elliott/Jack Kennedy). Die Enttäuschung des Rennens war der zuvor über die schweren Sprünge noch ungeschlagene Favorit Bob Olinger (Henry de Bromhead/Rachael Blackmore), der schon relativ schwach im Wettmarkt war (2,2:1), und im Rennen selbst auch nie wie ein Sieger ging. Am Ende des Feldes liegend wurde der Wallach nach dem drittletzten Sprung von seiner Reiterin angehalten.

 

(26.04.2022)