Shagara gewinnt den Preis der Winterkönigin

Vor 24 Jahren gewann das Gestüt Schlenderhan zum letzten Mal den Preis der Winterkönigin. Damals wurde das Rennen noch in Mülheim entschieden. Die Siegerin damals: Sommernacht. Für das älteste deutsche Privatgestüt eine enorm lange Durststrecke im wichtigsten Rennen für die zweijährigen Stuten in Deutschland. Doch diese hat nun ein Ende. Am Sonntag gewann die von Markus Klug für das Gestüt Schlenderhan trainierte Shagara (3,6) den zur Gruppe III zählenden BBAG Preis der Winterkönigin (155.000 Euro) über die Meile.

Und was war das für eine Kampf- und Kraftanstrengung der Zarak-Tochter aus der Zucht ihres Besitzers! Aus dem vorderen Mittelfeld kommend, musste Andrasch Starke seine Partnerin früh bemühen doch die Stute reagierte und nahm den Kampf auf. Vorne sah es zu diesem Zeitpunkt noch nach einem möglichen Sieg der Ebbesloherin New York City (Sarah Steinberg/Rene Piechulek) aus, doch diese konnte sich nicht richtig lösen.

Dann war es zunächst die von Andreas Suborics für Graf und Gräfin von Stauffenberg vorbereitete Lady Mary, die unter Martin Seidl in Front ging, doch dahinter erschien bereits Shagara, die dann ihr Herz regelrecht in die Hand nahm und im Ziel einen Kopf-Vorteil hatte. Schon im Kölner Winterkönigin Trial, wo Shagara und Lady Mary zwei-drei waren, trennte diese beiden Stuten nur ein Kopf. Hinter Lady Mary verteidigte New York City das dritte Geld gegen Words of Peace (Waldemar Hickst/Bayarsaikhan Ganbat), die nach ihrem Verkauf in den Farben von Georg Engel lief, und die als lange Außenseiterin ein ganz starkes Rennen lief.

„Ich bin so unglaublich glücklich. Sie hat so viel Kampfgeist. Das hat sie schon in Mülheim beim Debüt gezeigt und auch das Laufen in Köln war sehr gut. Ich war um den Knick schon in Nöten, aber ich wusste, dass sie weiterkommt. So etwas macht einen einfach nur stolz, wenn ein Pferd so für einen kämpft. Sie ist jetzt schon ein Juwel für die Zucht und wird einiges weitergeben“, sagte Andrasch Starke nach dem Rennen. „Sie ist eine ganz tolle Stute. Klein, aber fein. Sie hat ein riesen Kämpferherz. Dass sie so ein Rennen dann so gewinnt, ist natürlich traumhaft“, erklärte Markus Klug. Für die Siegerin geht es nun in die Winterpause. Auf ihre Dreijährigen-Saison darf man jetzt schon gespannt sein.

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