In Düsseldorf war es noch die große Schlappe für den klassischen Jahrgang der deutschen Stuten, doch in dieser Woche in Köln wurde das Blatt gewendet. Während es in Düsseldorf nämlich eine französische Dreierwette gab, waren die französischen Gaststuten im Karin Baronin von Ullmann – Schwarzgold-Rennen ohne den Hauch einer Chance gegen die heimischen Stuten.
Die Gruppe III-Prüfung ging letztlich an die vom Gestüt Ebbesloh gezogene Santa Catarina. Dabei ist die Geschichte um die Siegerin durchaus verblüffend, denn über den Winter wurde sie zur Diana-Favoritin gemacht, doch nach ihrer Favoritenniederlage hier in Köln beim Saisonauftakt, schien der Hype um die Zarak-Tochter verflogen gewesen zu sein. Für das Schwarzgold-Rennen war sie unter der Woche nämlich für Kurse um 12,0:1 bei den Buchmachern zu haben. Das war doch sehr überraschend.
Am Renntag kam das Geld aber wieder auf die Stute aus dem Besitz des Kölner Rennvereinspräsidenten Eckhard Sauren. Letztlich ging sie sogar als 3,9:1-Chance an den Ablauf. Dieser Rolle wurde sie dann im Rennen auch gerecht, denn von der Spitze aus dominierte Santa Catarina die 1600 Meter-Prüfung. „Sie ist grandios gelaufen heute. Beim letzten Mal habe ich mich wohl zu sehr darauf konzentriert, dass sie sich beruhigt, weil sie vor dem Rennen etwas heiß war. Heute hat sie aber gezeigt, dass sie die Stute ist, für die sie wir gehalten haben“, erklärte Hammer-Hansen. „Wir haben keine Guineas-Nennung für sie. Wo wir weitermachen, ist nicht leicht zu sagen, denn ich würde gerne in der Distanz nach oben gehen. Das Rennen in Berlin würde mir dabei einfallen. Ob die Distanz in der Diana passend ist, ist schwer zu sagen“, ergänzte Siegtrainer Henk Grewe. Besitzer Eckhard Sauren verweilte derweil nicht vor Ort in Köln, sondern befindet sich im Urlaub am Tegernsee.
Hinter der Siegerin wurde es in einem „deutschen Zielfoto“ richtig eng. Alpenveilchen und Wintersonne waren kaum voneinander zu trennen, doch hatte die Röttgenerin Wintersonne aus dem Stall von Maxim Pecheur unter Martin Seidl knapp das bessere Ende gegenüber Peter Schiergens Alpenveilchen und Bauyrzhan Murzabayev.
Deutlich geschlagen kamen dahinter erst die drei französischen Gaststuten über die Linie. Man darf dieses Rennen dann wohl durchaus als Revanche für die Schlappe aus Düsseldorf ansehen.











