Gostam gegen den Rest der Welt. So kündigte Moderator Alexander Franke das Wettstar.de Bavarian Classic (70.000 Euro), in diesem Jahr erstmals als Gruppe II-Rennen entschieden, aus Hannover an, ehe der Live-Stream am Freitag dann nach München ging, wo sich die Dreijährigen in dem 2000 Meter-Rennen für das Deutsche Derby in Position bringen sollten.
Die Wetter ließen keinen Zweifel daran, wem sie dem Sieg zutrauen: Gostam, der deutsche Top-Zweijährige des vergangenen Jahres, der von Andreas Wöhler für Darius Racing und Michael Motschmann trainiert wird. Und der Saxon Warrior-Sohn lieferte. Dabei zeigte er auch eine Eigenschaft, die er bislang noch nicht abrufen musste: Er kann kämpfen.
Denn der vom Start weg führende Lommi (Henk Grewe/Thore Hammer-Hansen) verlangte dem 1,7:1-Favoriten einiges ab. Eduardo Pedroza hatte Gostam zuvor außen hinter Lommi gehen lassen und schritt dann zur Attacke. 300 Meter vor dem Ziel war der aus Fährhofer Zucht stammende Gostam dann in Front, doch Immi, der 2025 das Herzog von Ratibor-Rennen gewinnen konnte, ließ nicht locker und schien ebenfalls noch länger als Sieger möglich. Letztlich musste Pedroza seinen Partner aber auch nicht zu hart anfassen, sondern ritt ihn nur mit Händen. Auf Platz drei endete auch Peace of Japan (Marcel Weiß/Sibylle Vogt) noch stark.
„Er gibt immer alles, macht alles wonach man fragt“, sagte Pedroza. „Ich war froh, dass wir mit Lommi ein gutes Führpferd hatten.“
Nach dem Sieg im Zukunftsrennen und dem Preis des Winterfavoriten war es der dritte Sieg auf Gruppe-Ebene für Gostam, seine Favoritenrolle für das Blaue Band ist damit weiter gefestigt. Neben dem Deutschen Derby hält der bei jetzt vier Starts weiter ungeschlagene Gostam auch noch eine Nennung für das französische Pendant, den Prix du Jockey Club, der laut Andreas Wöhler auch das nächste Ziel sein kann. „Wir sind froh und erleichtert“, so Wöhler. „er hat das souverän gemacht und der Jockey hat nur das Nötigste getan.“










