Top-Story

Ganz starke Jugend im Weidenpescher Top-Quartier

„Es war sicher nicht unsere beste Saison“, bringt es Peter Schiergen, Trainer am traditionsreichen Asterblüte-Stall in Köln-Weidenpesch auf den Punkt, wenn es um das Rennjahr 2010 geht. Zwar kämpfte man bis zum letzten Renntag um das Trainer-Championat, in dem man dann gegen Christian von der Recke knapp den Kürzeren zog , und stellte auch fünfmal den Sieger in einem Grupperennen, doch auf ganz großer Ebene war man nicht so erfolgreich, wie in den Jahren zuvor.

Den Hengsten im letztjährigen Dreijährigenjahrgang fehlte der letzte Tick Klasse, und der eisenharte Gruppe I-Könner Quijano wurde natürlich auch nicht jünger, wenngleich der Fährhofer auch als Achtjähriger noch tolle Leistungen bot, so als Dritter im Großen Preis von Lotto Hamburg, Zweiter im Großen Preis von Baden und Dritter im Preis von Europa.

Mit dem Start im Gran Premio del Jockey Club in Mailand beendete der Acatenango-Sohn, der ein großartiger Werbeträger für den deutschen Galopprennsport war, seine fantastische Karriere, während der er über 1,8 Millionen Euro verdiente, drei Gruppe I-Rennen gewann und vielfach auf höchstem Level platziert war.

Nun beginnt für den inzwischen neunjährigen Wallach ein neues Leben, er kann die Rente in seinem Heimatgestüt genießen. Das Jahr 1 nach Quijano geht der Asterblüte-Stall wieder mit einem großen Lot an und so wie es ausschaut ist man im Derbyjahrgang auch besser besetzt als 2010, ohnehin sind es sicher die jungen Pferde, die auf eine gute Saison für das Kölner Quartier hoffen lassen.

Das Team des Asterblüte-Stalles ist seit Jahren eingespielt und besonders in Puncto Jockeys kann man aus dem Vollen schöpfen und ist bestens besetzt. Andrasch Starke, das deutsche Jockey-Aushängeschild, geht bereits in seine fünfte Saison an dem Kölner Quartier, noch länger ist Filip Minarik, der zweite Mann und letztjährige Vize-Champion, am Asterblüte-Stall.

Mit Andreas Göritz und Jiri Palik stehen zwei weitere erfahrene Jockeys zur Verfügung, die beide im letzten Jahr Listenrennen für ihren Arbeitgeber gewinnen konnten.

Noch nicht so erfahren, dafür aber talentiert, engagiert und in den vergangenen Wochen auch stark verbessert, hat sich Peter Schiergens Sohn Dennis gezeigt, der nach bestandener Amateurprüfung im März des letzten Jahres sein erstes Rennen bestritt und im Juni auch sein erstes Rennen gewann.

Inzwischen hat er bereits elf Siege auf dem Konto, besonders schön war dabei sicher der Erfolg bei seinem ersten Auslandsstart in Katar. Im Kampf um das Championat der deutschen Amateurreiter dürfte der Trainersohn, mit dem man natürlich auch einen interessanten Erlaubnisreiter am Stall hat, in diese Jahr eine große Rolle spielen.

Als Auszubildende hat die junge Vanessa Danielewski die ersten Einsätze im Rennsattel bereits hinter sich und schlug sich dabei mit Erlian, mit dem sie zweimal platziert war, auch gut.
Fast schon zum „Inventar“ am Asterblüte-Stall zählt Assistenztrainerin Ilke Hildebrand, auf die sich Peter Schiergen ebenso verlassen kann, wie auf seine Futtermeister Bela Füleki und Hugo Danner.

Bei den vielen Auslandsreisen, die in einem derartigen Stall anfallen, haben auch die Reisefuttermeister Steffi Eder und Laszlo Lomjanszki alle Hände voll zu tun. „Man muss neben den Personen, die im Vordergrund stehen, aber auch das gesamte Team erwähnen, ohne dessen Mitarbeit man einen solchen Rennstall nicht führen kann“, erklärt Peter Schiergen, der in diesem Winter mit dem ein oder anderen Pferd auch auf der Sandbahn im Einsatz war, und dabei in diesem Jahr auch schon zwei Siege feiern konnte.

Das Lot der älteren Pferde führt Codoor an, der im Besitz von Werder Bremen-Manager Klaus Allofs und dem Gestüt Fährhof steht. Der Sabiango-Sohn startete seine Karriere mit zwei Siegen, doch die Qualifikation für das Derby schaffte er nicht. Dennoch war er Dritter in einem Düsseldorfer Listenrennen und Sechster im St.Leger.

Auf dem gleichen Rang landete er dann bei seinem letzten Start im französischen Le Croise-Laroche, doch muss man dieses Laufen nach Aussage seines Trainers streichen. Der Hengst präsentiert sich frisch und munter und bekam deshalb auch eine Nennung für die Grand Prix-Premiere in Köln. „Seine Marke sollte er auf weiten Wegen können“ sagt Peter Schiergen. Der gleichaltige Altair Star ist ein ähnlicher Fall wie Codoor.

Er war Dritter im Derby-Trial in Bremen und Zweiter in einem Listenrennen in Compiegne. Zwischendurch wurde er im Prix Jean Prat (Gr.I) in Chantilly noch als Führpferd für den französischen Derbysieger Lope de Vega eingesetzt, mit dem Ergebnis, dass er als Siebter sogar vor diesem blieb.

„Bei seinem letzten Start in der Engelbert Strauss-Trophy in Baden-Baden war er bereits über den Berg“, erklärt der Coach zu dem 2000 Meter-Pferd, das ebenfalls eine Nennung für den Gruppe-Auftakt in Köln bekam. Auf den ganz weiten Wegen ist Burma Gold zuhause, der als Zweiter im Deutschen St.Leger bereits eine tolle Form zeigte, ehe er das italienische Pendant in Mailand gewann.

„Er ist ein tolles Pferd, sieht super aus“, schwärmt der Trainer von dem Fuchs, für dessen Laufen auf der Neusser Sandbahn er bis heute keine Erklärung hat. Natürlich sind die einschlägigen Rennen auf Cup Distanzen auch in diesem Jahr das Ziel des Java Gold-Sohnes, weshalb sein Weg auch wieder ins Ausland führen könnte. Aus dem Stall von Trainer Henry Cecil kam die Stute Miss Antonia nach Weidenpesch. Bei elf Starts gewann die Antonius Pius-Tochter zwei Rennen, Ziel ist natürlich Black Type.

Zuletzt startete sie auf der Insel in hochdotierten Handicaps. Auch wenn sie dabei bei den letzten beiden Starts auf Distanzen über 2000 Meter antrat, sieht man sie als Meilerin. Aufgrund einer Mini-Fissur ist Next Hight seit Juli nicht mehr gelaufen. Obwohl er noch sieglos ist, hat der High Chaparral-Sohn ein GAG von 90,5 Kilo.

Verantwortlich dafür ist sein vierter Platz im Union-Rennen in Köln. Im Derby war er 14. Der phlegmatische Steher kehrte vor kurzem wieder in den Stall zurück und kann natürlich als Siegloser ganz klein anfangen. Keine einfache Stute ist Lagalp, die oft mit ihrem Nervenkostüm zu kämpfen hat.

Dass sie trotzdem Vierte im Preis der Diana war, beweist, welches Können die Galileo-Tochter besitzt. Man muss die Stute allerdings mit viel Gefühl reiten, was Olivier Peslier bei ihrem Start in einem Listenrennen in Longchamp leider nicht gelang. In den Grupperennen auf Steherdistanz sollte die Vierjährige mitmischen können, sie bekam Nennungen für die Grand Prix-Premiere und den Gerling-Preis. Ähnlich ist das Aufgabengebiet von Mombasa.

„Sie ist eine total unscheinbare Stute, hat aber ein Riesenherz“, berichtet der Trainer über die Black Sam Bellamy-Tochter, die sich immer weiter gesteigert hat. Listenplatziert ist die Stute bereits, sie war auch noch Vierte im Badener Steher Cup gegen die Hengste. Auch sie hat man in der Grand Prix-Premiere eingeschrieben.

„Sie hat meine Erwartungen nicht erfüllt“, blickt der Trainer auf die vergangene Saison der Ebbesloherin Lijang zurück, die nach guten Ansätzen sieglos blieb. Nach einer Pause und einem Gestütsaufenthalt wird sie bald wieder herauskommen und schnell ihre Maidenschaft ablegen.

Das hat der Fährhofer Sanagas natürlich längst getan, denn bei fünf Starts war er nicht weniger als viermal erfolgreich. Darunter zweimal auf Neusser Sand, zuletzt nach gutem Ritt von Trainersohn Dennis. Nun geht es für den Lomitas-Sohn auf Gras weiter, dort soll der Sprung auf Listenebene erfolgen.

Ebenfalls als Wallach präsentiert sich inzwischen Cabimas, der zweijährig bereits auf Gruppe-Parkett platziert war, als er Zweiter im Ratibor-Rennen war. Bis zu seinem ersten Sieg musste man aber länger warten, als man es gedacht hatte, denn erst Mitte August gelang ihm in Frankfurt der Abschied aus der Maidenklasse. Es folgten noch Platzierungen auf Listenebene im Badener Steher Cup und in Saint-Cloud.

Das man ihn gelegt hat, hat dem King‘s Best-Sohn gutgetan, auf den weiten Wegen sollte er in dieser Saison eine gute Rolle spielen. Gariepa hat sich in diesem Winter dreimal auf Sand vorgestellt und war jedes Mal platziert. „Sie wird nicht mehr lange sieglos bleiben“, heisst es zu der Steherin.

Ganz anderes Format hat natürlich Saphir, der 2009 das Bavarian Classic gewann, Siebter im Derby und Fünfter im Rheinland-Pokal war. Aufgrund einer Verletzung musste er aber die komplette letzte Saison auslassen. Man hat ihm viel Zeit gegeben, er macht einen guten Eindruck und kann nun natürlich wieder ganz klein anfangen. Wo sein Weg hinführt, muss sich dann natürlich zeigen.

Nach gutem Debüt ging es bei dem Vierjährigen Fight For Freedom nicht wie erhofft weiter, sodass man sich im Sommer bei dem Höny-Hofer zur Kastration entschloss. Nach dieser gewann der Hawk Wing-Sohn noch drei Rennen. Das letzte Laufen im Schnee Grand Prix von Sankt Moritz sollte man streichen, denn nach schlechtem Start hatte er einen unglücklichen Rennverlauf und auch die Gegner waren im Engadin sehr stark.

Der Vierjährige sollte seinen Weg machen. Zwei Rennen gewann in ihrer ersten Saison Salve Aurora, die beim letzten Start in Hannover noch Vierte in einer Listenprüfung wurde. Da sie zweijährig nicht gelaufen ist, ließ man sie im Rennstall, Ziel ist natürlich ein Listentreffer.

Den Ittlinger Lyssio, der seine Karriere mit zwei Siegen begann, hat man inzwischen kastriert. „Das geschah, damit er ruhiger wird“, erklärt der Trainer über den Motivator-Sohn, der auf Distanzen um 2000 Meter am besten aufgehoben ist. Der Derby-Achte wird in Listen- und Grupperennen weiter sein Betätigungsfeld finden.

Neatico, der als Zweijähriger nach seinem Sieg im Ratibor-Rennen das am höchsten eingeschätzte Pferd in deutschen Rennställen war, konnte daran dreijährig nicht anknüpfen.

„Im Derby war die Distanz zu weit, dann war er Dritter im Fürstenberg-Rennen und in Frankreich wurde er nicht gut geritten“, bilanziert Peter Schiergen. Der Medicean-Sohn dürfte ein ähnliches Betätigungsfeld finden wie Lyssio. Padana hat im Vorjahr nette Formen gezeigt und kam in Mailand bereits im Frühjahr einen dritten Platz auf Listenebene erzielt.

Dass sie ein gutes Reisepferd ist, bewies sie zudem mit einem Sieg in Chantilly. Später war die Stute, die bis zur Meile kommt, noch Vierte in einem Kölner Listenrennen. Erst sehr spät startete Royal Mary ihre Rennkarriere, aber die Monsun-Tochter, die eine Schwester des guten Raffelberger ist, brauchte nicht viel Zeit, um ihr Können zu beweisen.

Nach einem zweiten Platz auf der Heimatbahn siegte sie in einem gut ausgesuchten Rennen in der französischen Provinz und setzte dann mit dem Erfolg im Nereide-Rennen noch einen drauf. „Sie verkörpert ein richtiges Modell, sagt der Trainer über die Ittlingerin, die auf Distanzen um 2000 Meter am besten aufgehoben ist und von der man wohl noch nicht alles gesehen hat.

Auch in dieser Saison könnte ihr weg wieder nach Frankreich führen. Nach einer Fissur, die er sich dreijährig zuzog, kam Erlian erst spät an den Start. Der Wallach, der in erster Linie dem Nachwuchs dazu dient, Routine zu sammeln, hat auf den Sandbahnen in Dortmund und Neuss schon Ansätze gezeigt, er wird sicher nicht sieglos bleiben.

In ganz anderer Klasse ist Aslana zuhause, die in Hamburg im Wenatex Europa-Grupperennen zur Gruppesiegerin avancierte und dabei die Klassestute Vanjura schlug. Vorher und nachher hatte die Stall Nizza-Stute aber häufig Pech mit den Rennverläufen, so auch in den 1.000 Guineas.

Man will es mit der Rock of Gibraltar-Tochter, die bis zur Meile kommt, 2011 auch über kürzere Wege versuchen. Steherdistanzen sind dagegen das Metier der beständigen Nicea, die 2010 zwar sieglos blieb, bei fünf Starts, von denen vier auf Gruppe-Parkett erfolgten, aber immer im Geld war.

Natürlich ist auch sie für die Grupperennen auf Steherdistanzen eingeplant. Im Winter sehr fleißig war der Steher Prinz, der natürlich nicht mehr an alter Klasse zu messen ist, aber immer brav nach vorne läuft.

Mit Trainersohn Dennis versteht er sich gut, er wird im Handicap auf Gras weiter machen, wobei der Boden für den Lando-Sohn natürlich nicht zu weich sein sollte. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Panyu war Anfang Mai Dritter im Preis von Dahlwitz auf Listenebene in Hoppegarten, danach gelang ihm aber nicht mehr viel.

„Er ist nicht leicht zu reiten. Er hat jetzt eine lange Pause gehabt, die er hoffentlich genutzt hat. Nach der Winterpause sieht er gut im Fell aus“, sagt sein Betreuer. Nach einem Sieg beim Saisondebüt auf der Neusser Sandbahn ging es bei Nightdance Victor nicht wie erhofft weiter.

Er hatte eine Fissur auszukurieren, während der Pause hat man ihn auch gleich kastriert. Nun steht für den Vierjährigen ein Neuanfang an. Das Lot der älteren Pferde beschließt die Wittekindshoferin Elle Shadow, die im Vorjahr zwei Grupperennen gewinnen konnte und zudem Zweite im Preis der Diana in Düsseldorf war.

Auf dem Grafenberg sah sie bereits wie die Siegerin aus, ehe die Röttgenerin Enora noch an ihr vorbeiflog. Da sie sich sowohl im Fürstenberg-Rennen, als auch im Rashit Shakutdinov-Cup gegen die Hengste behaupten konnte, sollte sie auf dieser Ebene auch 2011 ein ganz interessantes Pferd sein. Als beste Distanz für die Shamardal-Tochter haben sich die 2000 Meter erwiesen.

Das erste Pferd des Jahrgangs 2008, das Peter Schiergen vorstellt, ist mit der Ammerländerin Aigrette Garzette nicht nur eine der besten Dreijährigen des Stalles, sondern in ganz Deutschland. Nach einem überzeugenden Sieg im Winterkönigin-Trial in Baden-Baden belegte die Peintre Celebre-Tochter in Deutschlands wichtigstem Rennen für zweijährige Stuten den zweiten Platz, kam dabei lange für den Sieg in Frage.

„Wenn sie auf der Spur von Djumama gewesen wäre, hätte sie wohl gewonnen“, sagt der Trainer, der das Herz und den Kopf bei der Stute hervorhebt, die gut überwintert hat und über das Kölner Listenrennen in die 1.000 Guineas gehen könnte. Später könnte für die Stute auch der Preis der Diana anstehen.

„Die war nicht schlechter als Aigrette Garzette“, sagt der Trainer über Aosta Valley, eine Hurricane Run-Tochter, von der man im Stall eine sehr hohe Meinung hatte. Leider zog sie sich eine Fissur zu, erst vor kurzem kehrte sie in den Stall zurück, sodass sie natürlich noch ein wenig Rückstand hat. Trotzdem darf man auf die Stute gespannt sein.

Einmal gelaufen ist im Vorjahr Arctic Isle, die eine weitere gute Ammerländerin sein dürfte, denn bei ihrem dritten Platz in Hannover war sie nur eine Länge hinter Djumama. „Das war ein Start zum Lernen, sie wird nicht lange sieglos bleiben“, ist Peter Schiergen überzeugt von der Stute, die am Sonntag in Krefeld ihren jahreseinstand gibt. Bristol Bay ist eine Halbschwester von Burma Gold. „Der hat die Messlatte natürlich recht hoch gelegt, sie ist wie ihr Bruder ein spätes Pferd“, erklärt der Coach.

Den leichteren Schlag vertritt Hoist The Sail, der aus dem Stall von Andre Fabre den Weg nach Köln fand. Nach einem Sieg beim zweiten Start in Maisons-Laffitte war er noch Fünfter in einem Course B-Rennen in Longchamp.

„Er hat eine schöne Galoppade, man muss sehen, in welche Straße es bei ihm geht“, sagt sein neuer Betreuer. Home Run, der noch eine Derbynennung besitzt, hatte sich zweijährig angeboten, doch zweimal fiel das Rennen aus, in dem er starten sollte. So versuchte man es auf der Neusser Sandbahn, auf der er dann gleich völlig überlegen gewann. Der Motivator-Sohn ist ein Pferd für weitere Wege, er hat natürlich auch Nennungen für die Derbyvorprüfungen in Frankfurt und München.

Aus Frankreich kam Lavande Violet zu Peter Schiergen. Die Stute ist eine von Hurricane Run stammende Schwester des zweifachen klasischen Siegers Lope de Vega, doch nach dem, was sie zweijährig bei ihren beiden Starts im Nachbarland gezeigt hat, darf man sie kaum an diesem messen. Das Ziel bei ihr ist wohl erst einmal ein Sieg.

Mit einem solchen, dazu noch einem ganz überlegenen, startete Mackensaw auf der Heimatbahn in seine Karriere. Dann enttäuschte er in Baden-Baden krass, war dann noch Dritter im Junioren-Preis in Düsseldorf. Der Hengst sieht gut aus, sein erstes Ziel sind die 2.000 Guineas. Ob er sich in dieser Klasse bewähren kann muss man sehen. Rennen um die Meile werden sein Einsatzgebiet bleiben.

Als typischen Singspiel-Typ präsentiert der Trainer Morgenlied, die zweijährig noch nicht gelaufen ist. Sie stellt sich am Sonntag in Krefeld zum ersten Mal vor. Ganz anders sieht es bei Navarra Queen aus, die zweijährig gleich dreimal gelaufen ist, dabei in München gewann und sich in Hannover als Dritte in einer Listenprüfung bereits Black Type holte.

„In der zweiten Stutengarnitur wird sie mitmischen können, alles weitere wird man sehen“, ist der Trainer überzeugt. Bereits Sieger ist auch der Bona-Hengst Salut. Der Sohn der guten Saldentigerin ist zwar nicht so groß wie seine Mutter, aber auch veranlagt. Im Münchener Auktionsrennen, das er als Dritter beendete, musste er zuviel Boden gutmachen. Der Hengst besitzt eine Derbynennung, anfangen könnte er im Mehl-Mülhens-Rennen auf der Heimatbahn.

Die Bonasche Z-Familie vertritt der Königstiger Zapatero, bei dem die Ambitionen nicht so hoch sind, wie bei Salut. „Ich denke, dass er einen ähnlichen Weg machen wird, wie sein Bruder Zirkel im letzten Jahr“, sagt der Trainer. Die Brümmerhoferin Königsklasse entstammt dem ersten Jahrgang von Shirocco. Der aus Zoppenbroicher Zucht stammenden Stute hat man bewusst Zeit gegeben, was sie danken sollte. Auf weiten Wegen wird sie kaum lange sieglos bleiben.

Sehr fleißig war in ihrer ersten Saison Danedream, die in der französischen Provinz debütierte, und in Wissembourg gleich gewann. Im Oppenheim-Rennen auf der Heimatbahn holte sie sich als Dritte dann gleich Black Type, womit man das Saisonziel schon erreicht hatte.

Dann hatte Heiko Volz, der das Management der Burg Eberstein-Pferde macht, ein hochdotiertes Listenrennen in Deauville ausgesucht, in dem die Lomitas-Tochter zwar als Erste über die Linie kam, dann aber disqualifiziert und auf den dritten Platz gesetzt wurde, was eine nicht unumstrittene Entscheidung war.

Im Prix Marcel Boussac am Arc-Tag hielt sie sich auch auf Gruppe I-Ebene in Longchamp gut, zum Abschluss war sie dann noch Dritte im Preis der Winterkönigin. „Sie hat viel Herz und alle Erwartungen übertroffen“, sagt der Trainer über die Stute, deren erstes Ziel natürlich die 1.000 Guineas sind. Bestimmt wird man sie auch wieder in Frankreich am Start sehen.

Tarrango ist ein rechter Bruder des guten Thalamon und als Pferd mit französischer Inländergeltung könnte auch seine Zukunft in Frankreich liegen.

Stall D‘Angelos Rose Danon begann mit drei zweiten Plätzen, ehe er sich auf der Neusser Sandbahn Mitte Dezember noch der Maidenschaft entledigte. Besonders stark war natürlich der zweite Platz im Münchener Auktionsrennen. Rennen dieser Art, auf Distanzen bis zur Meile, werden wohl weiterhin sein Betätigungsfeld sein. Theo Danon war nach seinem Hoppegartener Sieg noch Fünfter im Preis des Winterfavoriten. Seine Mutter ist eine Schwester des guten Tareno, der bei Peter Schiergen einst zum Gruppesieger avancierte. Eine Derbynennung besitzt der Hengst, ebenso Nennungen für die Auktionsrennen.

Im Blauen Band eingeschrieben ist auch Zack Hope. Der Hengst des Stalles Dipoli gilt als veranlagtes, aber spätreifes Pferd, das kaum einer der ersten Starter sein wird.

Der Ebbesloher Amirant bekam zweijährig auf der Heimatbahn einen Lernstart. „Er ist ein schönes Pferd, bei dem der Knoten aber erst noch platzen muss“, sagt der Trainer über den Shirocco-Sohn. Dagegen konnte Eigelstein gleich beim Debüt in Baden-Baden gewinnen. Dann hatte man sich bei seinem Start in einem Listenrennen in Saint-Cloud sicher mehr ausgerechnet als den sechsten Platz. „Vielleicht kam der Start etwas zu früh für ihn, am Rennverlauf ist er jedenfalls nicht gescheitert“, sagt der Trainer, der den Hengst in den Auktionsrennen einsetzen wird.

Die Ebbesloher Nr. 1 bei den Dreijährigen ist natürlich der bei zwei Starts noch ungeschlagene Junioren-Preis-Sieger Lindenthaler. Der Azamour-Sohn hat bei beiden Siegen sehr überzeugt und wird sein Saisondebüt im Dr. Busch-Memorial in Krefeld geben.

Die Derbynennung hat der Hengst natürlich auch, ob das Stehvermögen ausreicht, muss sich natürlich zeigen. „Bis 2000 Meter habe ich keine Bedenken“, sagt Peter Schiergen über den Hengst. Mit einem Sieg startete auch die Big Shuffle-Tochter Wolkenburg in ihre Karriere, dann war sie noch Sechste im Preis der Winterkönigin, in dem sie aber nicht so richtig ins Rennen fand. Die 1.000 Guineas könnten ein Ziel für die Stute sein, man muss sehen, wie sie sich schlägt.

Tolle Papiere besitzt der Fährhofer Calabos, der ein Halbbruder des guten Cabimas ist. Der Hengst war zweijährig noch nicht herauszubringen, hat über Winter aber schön zugelegt. Nennungen für bessere Rennen besitzt der Oasis Dream-Sohn vorerst nicht. Das gilt auch für Demerara, die im Vorjahr einen Start zum lernen bekam und dabei in Bremen Vierte wurde. Lange wird sie sicher nicht sieglos bleiben, dann muss man sehen, wo ihr Weg hinführt.

Eine schöne, große Stute ist die Lomitas-Tochter Duna, die eine Schwester solch guter Pferde wie Diamante oder Dayano ist. Sie ist allerdings erst seit kurzem im Training, sodass der Trainer noch nicht soviel zu ihr sagen kann. Bereits Wallach ist Maguas, der zweijährig noch rückständig war und nach einem Koppelaufenthalt im neuen Status in den Stall zurückkehrte. Das hat ihm offenbar gutgetan, er galoppiert jedenfalls gut und macht einen guten Eindruck.

Erst im Herbst ins Training kam Paulaya, der der Trainer eine sehr schöne Galoppade bescheinigt. Die Peintre Celebre-Tochter wird aber nicht früh zur Hand sein. Quiquibey ist nicht nur ein Bruder von Quijano, sondern wie dieser ebenfalls gelegt worden. An seinem Bruder darf man ihn nicht messen. Er benötigt Zeit und wird erst einmal klein anfangen.

Zeit ist auch das Stichwort bei Songhua, denn auch die Lomitas-Tochter kam erst spät in den Rennstall, so dass man bei ihr noch abwarten muss.

Anders stellt sich die Situation natürlich bei Postillion dar, denn der Hengst aus dem Besitz von Margot Herbert hat zweijährig bereits gewonnen und war zudem noch Zweiter im Dortmunder Auktionsrennen. Rennen dieser Art auf den kurzen Wegen werden auch 2011 das Ziel des Sleeping Indian-Sohnes sein.

Das noch wesentlich interessante Pferd der hessischen Besitzerin ist aber natürlich der Winterfavorit Silvaner, der bei zwei Starts noch ungeschlagen ist und natürlich ein Kandidat für die ganz großen Aufgaben ist.

„Er hat sehr gut überwintert, hat quasi Hochglanz“, freut sich der Trainer. Im Preis des Winterfavoriten bewies der Hengst bereits Kampfgeist. „Das war auch ein guter Ritt von Terry Hellier damals“, erinnert sich der Trainer, der mit dem Lomitas-Sohn im Dr. Busch-Memorial anfangen will.

„Ich glaube, dass er auch stehen kann“, ergänzt der Trainer, der mit dem Hengst natürlich das Deutsche Derby fest im Visier hat. Ein paar Rückschläge und ein Gestütsaufenthalt haben dafür gesorgt, dass Major Point zweijährig nicht auf der Rennbahn war.

Auch jetzt wird der Hengst noch Zeit benötigen. Die Tiger Hill-Tochter Never Tell hat den Trainer bei ihren beiden Starts 2010 enttäuscht. „Ich hatte mehr von ihr erwartet, sie hat die Zeit aber gut genutzt und sollte ihre Maidenschaft schnell ablegen“, glaubt Peter Schiergen.

Bereits als Wallach präsentiert sich Ostpol, ein Bruder des guten Ostland, der für Peter Schiergen Zweiter im Derby war. Der Paolini-Sohn hat Zeit gebraucht, war zunächst stark überbaut und ist sicher keines der frühesten Pferde im Stall.

Die Ittlingerin Accara stand zweijährig kurz vor einem Start, der sich aber dann nicht realisieren ließ. Sie ging nochmal für zwei Monate ins Gestüt. Die Stute, die man als Pferd für Distanzen um 2000 Meter sieht, wird nicht zu den frühesten Startern zählen. Mit einem Sieg in Düsseldorf begann Darnell seine Rennlaufbahn.

Es folgte ein unerklärliches Laufen in Baden-Baden, das er aber mit dem dritten Platz im Ferdinand Leisten-Memorial korrigieren konnte. Dann wurde er in Toulouse nicht besonders glücklich geritten und blieb unplatziert.

„Er sieht sehr gut aus hat Nennungen für die Auktionsrennen bis zur Meile“, weiß der Trainer zu berichten. Noch nicht gelaufen ist Fusco, der trotz seines Vaters Cadeaux Genereux als spätes Pferd gilt. Lyvius, der ein Bruder von Lyssio ist, hat man aus dem Derby herausgenommen.

Er stand stark in der Entwicklung, ging deshalb noch einmal drei Monate auf die Koppel. Talent ist bei ihm vorhanden, aber er startet nun quasi einen Neuanfang. Anders ist die Sachlage bei Saltas, der zweijährig einen Start zum Lernen bekam und dabei guter Zweiter war. Stehvermögen sollte der Hengst haben, der auch noch ein Hamburg-Kandidat ist.

Er wird am Sonntag in Krefeld bereits sein Saisondebüt geben und sollte gleich gut laufen. Mohammed Jaber hat nun schon seit längerer Zeit ein kleines Lot bei Peter Schiergen. Bei Gold Back war zweijährig noch nicht an einen Start zu denken und auch jetzt braucht der Redback-Sohn wohl noch etwas Zeit.

Mambo Lady, die vom französischen Derbysieger Anabaa Blue stammt, macht ihre Arbei gut. „Sie hat über Winter schön dazugelernt“, berichtet ihr Betreuer. Bei Lord of House hatte man bei seinen Sandbahnstarts eigentlich mit dem Abschied aus der Maidenklasse gerechnet. Leider war er nicht immer mit Fortuna im Bunde, nun geht es für ihn auf Gras weiter.

„Ich glaube, dass er zuletzt auch an einem ordentlichen Pferd gescheitert ist“, sagt Peter Schiergen. Stall Nizzas Almrose ist eine Schwester der Gruppesiegerin Aslana, doch darf man sie an dieser noch nicht messen. „Sie kam erst im Herbst ins Training, stand lange in der Entwicklung. Sie hat aber Zeit“, sagt der Coach.

Bereits Listensiegerin darf sich Jardina nennen, die die erste Listensiegerin ihres Vaters Shirocco wurde, als sie in Köln den Preis des Union Gestüts gewann. Die Nizza-Lady wurde danach allerdings etwas zurückgeworfen, sie befindet sich nun wieder im Aufbau.

Papinou trat auf der Sandbahn schon mehrfach gegen den bereits erwähnten Lord of House an, die letzte Form sollte dabei kein Maßstab sein. „Er wird auf der kleinen Route seine Rennen gewinnen“, sagt sein Betreuer. Nach ihrem guten Debüt sollte Alkhana eigentlich beim zweiten Start gewinnen, doch scheiterte sie in Hannover in Form der Fährhoferin Paragua wohl an einem guten Pferd.

Der Abschied aus der Maidenklasse ist bei der Weissenhoferin nur Formsache, die 1.000 Guineas in Düsseldorf könnten ein Ziel sein. Eine talentierte Stute ist Magnolie, Laufen kann sie auf jeden Fall. Die Erwartungen nicht erfüllt hat bei seinen beiden Starts im Vorjahr Nightdance Prince, den man daraufhin legte. „Er kann klein anfangen und wird seine Rennen gewinnen“, sagt Peter Schiergen über den Desert Prince-Sohn.

Die dreijährigen Wittekindshofer Stuten Next Holy, Ninas Rainbow und Nordkappe sind allesamt spät und brauchen Zeit. Die beiden Erstgenannten besitzen aber eine Diana-Nennung, was bei ihrer fantastischen Abstammung natürlich auch kein Wunder ist. Schließlich ist Next Holy eine Tochter der Diana-Siegerin Night Petticoat und auch Ninas Rainbows Mutter Next Gina gewann das Stuten-Derby.

Noch nicht lange im Stall ist Notennächste, deren Mutter Notenwelt noch auf den Durchbruch in der Zucht wartet. Nennungen für das Derby und zahlreiche Auktionsrennen hat Serienschock, der zweijährig einen Lernstart bekam und diesen natürlich übertreffen wird, denn er wurde nur Neunter. Der Sholokhov-Sohn könnte bereits bald an den Start kommen.

Natürlich spielen im Asterblüte-Stall auch die Zweijährigen eine große Rolle. Den Anfang bei der Stallparade macht bei den Youngstern Collodi, ein von Königstiger stammender Bruder von Codoor, der auch für die gleichen Besitzer starten wird.

„Er bewegt sich gut, könnte schon zweijährig an den Start kommen“, sagt der Trainer über den Hengst. Der von Boreal aus der Zoppenbroicherin Kettwig stammende Krokant ist ein Ammerländer Zukauf, der schöne, große Hengst braucht aber Zeit.

Als tolles Pferd, das auch wahrscheinlich zweijährig laufen wird, beschreibt der Trainer NN 134, eine von Hurricane Run stammende Schwester von Altair Star. NN136, eine Nayef-Stute, die eine Schwester der Dreijährigen Morgenlied ist, gefällt Peter Schiergen auch. „Sie ist jetzt schon größer als ihre Schwester und bewegt sich gut“, heisst es zu der Ammerländerin.

Noch nicht viel sagen kann Peter Schiergen dagegen zu NN137, einer Hurricane Run-Tochter aus der My Special. Hinter einen Start in dieser Saison setzt er deshalb auch erst einmal ein Fragezeichen. NN138, eine Boreal-Stute aus der Tempete d‘Honneur, ist nach Aussage des Asterblüte-Trainers kein typischer Nachkomme ihres Vaters, ob man sie zweijährig auf der Bahn sieht, muss man abwarten.

Etwas ganz feines ist nach Abstammung natürlich NN282, ein von Monsun stammender Bruder von Lope de Vega. Das Hauptaugenmerk bei dem Hengst dürfte aber wohl auf der nächsten Saison liegen. Anders sieht es bei NN283 aus, der einer der Favoriten im jüngsten Jahrgang sein sollte.

Der Rock of Gibraltar-Sohn aus der Born Wild stellt einen richtigen Zweijährigen dar und er ist nach Aussage seines Betreuers auch ein richtig gutes Pferd. NN355 ist ein von Hurricane Run stammender Bruder von Aigrette Garzette. „Er ist mehr Pferd als die Schwester, könnte etwas Zeit brauchen. Er hat aber eine ganz tolle Galoppade“ weiß Peter Schiergen zu berichten.

Bei NN 356 handelt es sich um einen von Anabaa stammenden Hengst aus der Arizona Sun. Er galoppiert schön und könnte zweijährig eventuell schon laufen. NN357, ein Rock of Gibraltar-Sohn aus der High Fidelity ist dagegen noch nicht so richtig bei der Sache. Bei ihm muss der Knoten erst noch aufgehen.

Das Gestüt Bona ist mit zwei Zweijährigen im Asterblüte-Stall vertreten. Bei Labbezanga handelt es sich um eine von Big Shuffle stammende Schwester zu Lagalp. „Sie bewegt sich gut, ist mehr Pferd als ihre Schwester, sagt der Trainer, der davon ausgeht, dass sie zweijährig schon laufen wird. Salomina ist mehr Pferd als ihr Bruder Salut.

Die Lomitas-Tochter ist nicht ganz früh, könnte aber durchaus zweijährig schon laufen. Nevada ist eine Dubai Destination-Tochter aus der Norwegian Pride, die unter Regie von Peter Schiergen zur Listensiegerin avancierte. Die Stute kam spät ins Training, macht aber alles gut mit.

Eine Schwester des Gruppesiegers Zarewitsch ist Zayrocca, die bislang alles gut mitmacht. Sie hat Nennungen für die Auktionsrennen und den Preis der Winterkönigin. „Bei der steht zweijährig dran“, so stellt Peter Schiergen Cherry Danon vor, die Rock of Gibraltar-Tochter zählt zu den Favoriten bei den jungen Pferden des Weidenpescher Trainers.

Die Stute kommt aus einer Schlenderhaner Familie. Als eher spätes Pferd wird dagegen Olive Danon bezeichnet, die keine Zweijährige zu sein scheint. Anders wiederum sieht es bei Spirit Danon aus, denn der von Whipper stammende Hengst sieht toll aus und könnte durchaus schon in diesem Jahr auf der Bahn zu sehen sein.

Estefan, der das zweite Pferd des Stalles Dipoli bei Peter Schiergen ist, zeichnet sich durch einen guten Charakter aus. Er vertritt den ersten Jahrgang seines Vaters Turtle Bowl, der dreijährig den Prix Jean Prat auf Gruppe I-Ebene in Chantilly gewann. „Ich denke, dass er zweijährig schon laufen wird“, heisst es zu dem Hengst.

Ein großer Dashing Blade-Hengst ist Dreamworks, dem man eine schöne Galoppade bescheinigt und der auch schon in dieser Saison laufen könnte. Seine Geschwister waren allerdings keine frühen Pferde. Girolamo ist für einen Dai Jin-Sohn recht groß geraten, er bewegt sich aber toll. Allerdings wird er nicht zu früh anfangen. Die von King‘s Best stammende La Bayadere hat Probleme mit ihrem Nervenkostüm gehabt.

Nennungen für bessere Rennen hat die Stute nicht. Lasira, die Mutter von Loivissa, formte Peter Schiergen zur Listensiegerin. Ihre Tochter ist mehr Pferd als sie, die Lando-Tochter steht auf gutem Fundament und sieht wie ein gutes Pferd aus. Nilson, ein Big Shuffle-Sohn, hat eine nennung für den Preis des Winterfavoriten.

Seine Mutter Nouvelle Fortune war 2001 Dritte im Preis der Diana und zudem auf Listenebene erfolgreich. Okapi, dessen Mutter Omikra eine Schwester des guten Omikron ist, braucht noch Zeit, um zu lernen. In den Manduro-Sohn Traumprinz hatte sich Besitzerin Margot Herbert in Iffezheim richtig verliebt und mit dem aus Fährhofer Zucht stammenden Hengst könnte sie erneut ein gutes Pferd gekauft haben.

Gut möglich, dass man den Hengst auch schon zweijährig auf der Bahn sieht, Nennungen für bessere Rennen hat er jedenfalls. Proud Citizen, eine der zwei Höny-Hofer Zweijährigen im Asterblüte-Stall, macht bislang alles gut mit.

Ob er zweijährig schon an den Ablauf kommen wird, vermag der Trainer aber noch nicht endgültig zu sagen. Salve Hibernia ist natürlich toll gezogen, doch waren die Nachkommen der Salve Regina bislang kaum Zweijährige. Die Stute hat auch keine Nennung für den Preis der Winterkönigin.

Salon Soldier vertritt den ersten Jahrgang von Soldier Hollow. „Ich denke, dass er ein gutes Pferd ist, er macht alles richtig. Ich glaube, dass er zweijährig an den Start kommt, eventuell auch in Auktionsrennen“, sagt der Trainer.

Ein Schnäppchen könnte auf der Auktion der Ittlinger Zukauf Chapman gewesen sein, der durch seinen Vater Big Shuffle frühreifer sein könnte als seine Geschwister. Die Medicean-Tochter Lalandia bekommt vom Trainer nur gute Kritiken. Sie sieht toll aus, ist eine tolle Stute mit viel Substanz und starker Brust“, heisst es zu der Stute, die auch in dieser Saison schon eine Rolle spielen sollte.

Ebenfalls einen optisch guten Eindruck macht Lanceur, der von Arc-Sieger Rail Link stammt. Er könnte aber etwas Zeit brauchen. Gleiches gilt für Lysino, der ein Halbbruder zu Lyssio ist. Er war zunächst noch stark überbaut, zeichnet sich aber durch ein gutes Phlegma aus.

Die Farben des Stalles Nizza wird Amarillo tragen, der neben Aslana und Almrose der dritte Nachkomme der Alte Kunst im Asterblüte-Stall ist. „Er ist in Irland groß geworden und hat eine tolle Galoppade“, ist der Trainer überzeugt, dass der Hengst nicht aus der Art geschlagen ist.

Von Nicaron stammt die Stute Crazy und wie ihr Vater wird die Tochter der zweifachen Listensiegerin Chato‘s Girl keine Zweijährige sein. Ebenfalls von Nicaron stammt Jules Verne, der nicht ganz einfach war, als er in den Stall kam. Er könnte aber durchaus schon in diesem Jahr laufen.

Nymphea, eine Dylan Thomas-Tochter, ist die größte Zweijährige im gesamten Stall. Ihre Mutter Neele war Zweite im Fährhofer Stutenpreis auf Gruppe III-Ebene in Hamburg. Mr Stardust ist ein Bruder der Listensiegerin Manipura. „Er galoppiert wie ein Zweijähriger, ich denke, dass er in diesem Jahr schon laufen wird“, erklärt der Trainer zu dem Hengst.

Für Carde Ostermann-Richter wird die Stute Palila in diesem Jahr laufen, muss dafür aber auch ihr Nervenkostüm in den Griff kriegen, das ihr manchmal einen Strich durch die Rechnung macht. Auch Seetje stammt von Paolini, und auch sie kann durchaus schon in diesem Jahr auf der Bahn erscheinen.

„Eine tolle Stute, von der ich denke, dass sie zweijährig schon laufen wird“, so stellt Peter Schiergen Seven Shares vor, die die gleichnamige, siebenköpfige Besitzergemeinschaft vertritt. Zu dieser zählt auch Heiko Volz, der auch das Management der aus Wittekindshofer Familie stammenden Stute übernimmt.

Toll gezogen ist die hübsche Turfsichore, denn die Manduro-Tochter ist eine Schwester der Gruppe I-Siegerin Turfrose. Da darf man auch von der Stute des Teams Valor sicher einiges erwarten. Ebenfalls vom Welt-Champion Manduro stammt Antano. Der Hengst gefällt dem Trainer vom Kopf her gut, allerdings wird der Weissenhofer seine Zeit brauchen.

„Sie sieht aus wie ein Model und bewegt sich auch so“, ist des Trainers Aussage zu der Dalakhani-Tochter Maryam, die zweijährig durchaus schon mal einen Start absolvieren könnte. Sehr zufriedenstellend arbeitet Nightdance Starlet, eine schöne Stute, von der man denkt, dass sie in diesem Jahr bereits laufen wird.

Der Wittekindshofer Le Pursang braucht Zeit, ist aufgrund seiner Abstammung aber natürlich eine Hoffnung für die nächste Saison. Ebenfalls nicht unbedingt ein Zweijähriger, obwohl er sich bereits gut bewegt, ist der von Shamardal stammende North Charm, dessen Mutter North Queen unter Regie von Peter Schiergen 2005 das Walther J. Jacobs-Rennen in Bremen gewann.

(22.03.2011)