Seit einigen Jahren besitzt der Grand Prix-Aufgalopp in Köln Gruppe-Status. Und auch an diesem Sonntag verspricht die mit 50.000 Euro dotierte 2200 Meter-Prüfung als yoobet.de-Gruppe Premiere ein Highlight im Weidenpescher Park zu werden. Auch wenn das Feld zahlenmäßig mit sieben Kandidaten doch eher überschaubar ausgefallen ist.
Besonders viel Anhang finden wird sicherlich der von Wido Neuroth trainierte Appel Au Maitre (J.-E. Neuroth), der Ex-Derby-Vierte, der u.a. als Dritter im Deutschlandpreis in Düsseldorf oder Ex-Union-Zweiter schon mehrfach eine gute Visitenkarte bei uns abgegeben hat.
Aber auch der Trainingsgefährte Touch of Hawk, der Appel Au Maitre sogar schon einmal geschlagen hat, wird mit Lennart Hammer-Hansen einigen Anhang finden.
Aber natürlich wird die heimische Garde alles daran setzen, den Gästen aus Skandinavien den Rang abzulaufen. Möglicherweise übernimmt der Schlenderhaber Steuben (Foto) unter dem frisch aus Katar zurückgekehrten Adrie de Vries die Rolle des am höchsten eingeschätzten Pferdes.
Viel hat der von Jens Hirschberger trainierte, einst bei Andre Fabre stationierte Hengst noch nicht falsch gemacht. Man wagte im Vorjahr einen großen Sprung, als man ihn bald schon auf Gruppe-Ebene aufbot. Und mit einem dritten Platz verkaufte sich der Monsun-Sohn in Baden-Baden auch gut. Eine Siegchance gegen Liang Kay besaß er zwar nicht, aber im Finish kam der noch recht grün wirkende Hoffnungsträger noch einmal wieder und eroberte Rang drei.
In der bereits angesprochenen Heel-Baden-Württemberg-Trophy blieb Steuben bereits zwei Längen vor dem von Waldemar Hickst trainierten Schiller Danon. Der ebenfalls noch weiter zu steigernde Hengst des Stalles D´Angelo wurde mehrfach sogar auf allerhöchster Ebene getestet, wobei er im Rheinland-Pokal und im Preis von Europa gar nicht einmal übel lief. Sein Trainer feuert aus allen Rohren.
Das gilt auch für Andreas Wöhler, der einen fulminanten Saisonstart hinlegt. Hier vertraut er auf Il Divo (Eduardo Pedroza), der trotz einiger Gruppe-Platzierungen noch auf seinen ersten Treffer auf diesem Level wartet, was nun durchaus klappen könnte. „Er hat glänzend überwintert, und wir hoffen auf einen Gruppesieg in 2010“, erklärte sein Betreuer vor kurzem. Zwar scheinen 2000 Meter die Idealdistanz zu sein, aber auch über 2200 Meter sollte er eine scharfe Klinge schlagen.
Einst bei Wöhler stationiert, später zu Peter Schiergen gewechselt ist 2009 Panyu (Andrasch Starke), ein Bruder des deutschen Rekordgaloppers Paolini. Als Dritter in der Union bewies er seine Qualitäten, doch ab dem Derby riss die Form. Vielleicht präsentiert sich der Vierjährige gerade beim Jahresdebüt wieder in früherer Form, auch wenn sein Stall gerade ein eher ruhiges Wochenende erlebte.
Siege sind das Markenzeichen von Stall Laurus´ Eminem (Henk Grewe), das Aushängeschild im Dortmunder Stall von Norbert Sauer. Nach sechs Treffern hintereinander riss die Serie zuletzt in einem Listenrennen in Saint-Cloud, doch als Dritter verkaufte sich der Samum-Sohn dennoch gut. Regen und damit weicher Boden wäre sehr vorteilhaft für ihn.











