Mit Hawk Mountain und Causeway hat Aidan O’Brien zwei Pferde für das IDEE 157. Deutsche Derby nachgenannt. Ob sie letztlich laufen, bleibt abzuwarten, doch sollten sie das tun, müsste man aus deutscher Sicht auch nicht zwingend ins Fürchten geraten. Zumindest wenn man Statistik-Freak ist.
Denn die bisherige Bilanz des irischen Startrainers in Deutschland ist, wenn man es etwas drastischer ausdrücken möchte, ziemlich miserabel. Seit 2003 hatte O’Brien in Deutschland 13 Starter, allesamt in Gruppe I-Rennen. Dabei gab es keinen Sieg, und auch nur sechs Platzierungen. Und das, obwohl seine Pferde oft in der Favoritenrolle standen.
Im Deutschen Derby hatte der Ire bereits vier Starter. 2016 belegte Landofhopeandglory mit Ryan Moore als dritter Favorit den 18., und damit vorletzten Platz. Vorletzter war auf Platz 17 2014 auch Geoffrey Chaucer, der sogar als zweiter Favorit ins Rennen gegangen war. Immerhin Sechster wurde 2008 King Of Rome, der damals auch zweiter Favorit war. Die beste Platzierung für O’Brien im Deutschen Derby gab es 2007, als Anton Chekhov Platz drei belegte.
Im vergangenen Jahr stellte O’Brien mit Garden Of Eden die 2,0:1-Favoritin im Henkel-Preis der Diana. Die Saxon Warrior-Tochter landete nur auf dem neunten Platz. 2022 war die Stute Toy ebenfalls Favoritin im Stutenderby in Düsseldorf, sie belegte auch nur Rang sieben.
2008 schickte der Startrainer im Preis von Europa in Köln sogar drei Pferde ins Rennen, King Of Rome war dabei als Dritter der Beste aus dem Trio, während Hindu Kush und Bashkirov im Feld von zehn Pferden die Plätze acht, bzw. neun belegten. 2004 war Brian Boru im Deutschlandpreis in Düsseldorf als 2,1:1-Favorit Fünfter. Im gleichen Jahr gab es aber auch eine der beiden bislang besten O’Brien-Platzierungen in Deutschland, als Powerscourt im Großen Dallmayr-Preis in München Platz zwei belegte. Der Sadler’s Wells-Sohn war damals allerdings auch 1,6:1-Favorit, als er dem von Andrea Bertram trainierten Intendant unterlag.
Zweiter wurde 2003 auch Black Sam Bellamy im Großen Preis von Baden, nachdem er zuvor als 2,9:1-Favorit Fünfter im Großen Dallmayr-Preis gewesen war.












