Tünnes Neunter im Japan Cup – Vela Azul gewinnt

Es hat nicht nach ganz vorne gereicht. Tünnes hat am Sonntagmorgen in Tokio im Japan Cup den neunten Platz belegt. Dabei verdiente er indes noch 92.308 Euro.

Peter Schiergen hatte Tünnes für Besitzer Holger Renz in Japan gesattelt. Damit bleibt es beim einzigen deutschen Sieg in diesem Rennen durch Lando, der 1995 für Heinz Jentzsch gewinnen konnte.

Der Sieg ging an den fünf Jahre alten Hengst Vela Azul unter Ryan Moore. Shahryar (Cristian Demuro) und Weltreisende (Damian Lane) machten den kompletten Triumph der japanischen Pferde in dem über 2400 Meter führenden Rennen perfekt.

Vor dem Start, der mit fünf Minuten Verspätung erfolgte, mussten die Tünnes-Fans einige bange Minuten überstehen, der Dreijährige war nicht in seine Box zu bewegen, erst unter Zuhilfenahme aller Starthelfer ging der Torquator Tasso-Bruder an seinen Platz, stand dort aber dann bis zum Start ruhig.

Das Rennen nahm Tünnes, der frische Sieger aus dem Großen Allianz-Preis von Bayern unter Championjockey Bauyrzhan Murzabayev aus hinteren Regionen auf. Der Jockey sortierte Tünnes im hinteren Drittel des Feldes ein, gegenüber und dort nach der Hälfte des Rennens war Tünnes zeitweise Vorletzter in einem indes geschlossenen Feld. Dort blieb er auch noch im Schlussbogen, außen versuchte der Champ den Angriff, zu mehr als Rang neun sollte es nicht mehr reichen.

Mit sehenswertem Speed rauschte Vela Azul, gestartet zur Quote von 4,5:1, kurz vor dem Ziel in Front. Ryan Moore gewann damit den Japan Cup zum zweiten Mal nach 2013, als er mit Gentildonna triumphierte. Vela Azul ist ein Aufsteiger unter den Top-Pferden Japans. Erst im Oktober startete er, mit fünf Jahren, erstmals in einem Gruppe II-Rennen, nun der erste Auftritt noch eine Etage höher. Und gleich der Sieg in einem der bekanntesten Rennen der Welt.

Kunihiko Watanabe ist der Siegtrainer, die lange Serie einheimischer Siege im Japan Cup setzte sich damit fort, seit 2005 gab es kein Gewinnen mehr für Starter aus dem Ausland. Shahryar war als Favorit gestartet, Weltreisende als vierter Favorit. Der Japan Cup nahm damit einen mehr als formgemäßen Ausgang aus Sicht der Wetter.

Der Dritte Weltreisende hat einen deutschen Zucht-Hintergrund, seine Mutter ist die Acatenango-Tochter Mandela aus der Zucht von Rolf Brunner.

Am PMU-Toto (bei indes nur sehr mageren Umsätzen in der Siegwette von unter 20.000 Euro) war Tünnes der Favorit des Rennens. Er stand dort unfassbar kurz mit 2,3:1. Auf der Bahn in Tokio ist er zur Quote von 25,5:1 auf die Reise gegangen.

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