G?ste zu stark f?r Lateral: Darley sponsert und gewinnt!

Es hat nicht sollen sein. Nach dem Sieg von Passing Glance im Jahr 2003 und zwei anschließenden deutschen Erfolgen hörte man nun nach der 73. Auflage des Oettingen-Rennens wieder die englische Nationalhymne.

Unsere große Hoffnung Lateral konnte das Meilen-Event an der Oos nicht im Lande halten. Am Ende landete der Fährhofer Singspiel-Sohn nur auf dem dritten Platz, kam für den Sieg in dem 90.000 Euro-Rennen nie wirklich in Frage.

Unter William Mongil galoppierte Lateral, der als zweiter Favorit gestartet war, stets in hinteren Regionen, um in der Geraden dann ganz außen zum Angriff zu schreiten. Doch da war das Rennen bereits entschieden, gegen den von vorne nach Hause kommenden Notability war der dreijährige Fährhofer machtlos, kam auch an dem zweiten Engländer Azarole (John Egan) nicht mehr vorbei.

Bereits vor dem Rennen hatte man sich über die Qualität der Dreijährigen erneut Gedanken gemacht, zogen die Vertreter des Derbyjahrgangs doch in den vergangenen Wochen einige Male gegen die älteren Pferde den Kürzeren. Die Qualität der aktuellen Dreijährigen bleibt also weiter in Frage gestellt. Ohnehin konnten nur drei Dreijährige (La Blue, Zarewitsch, Pepperstorm) in den letzten zehn Jahren das Oettingen-Rennen gewinnen.

Denn gegen den Sieger war heute kein Kraut gewachsen. „Notability fühlt sich an der Spitze sehr wohl und konnte dann in der Geraden noch einmal beschleunigen“, so Jockey Phil Robinson nach dem Gruppe II-Sieg. Der Jockey weiter: „Als ich ihn aufgaloppiert habe, habe ich gemerkt, dass auch der schwere Boden kein Problem sein wird und hatte früh in der Geraden ein sehr gutes Gefühl.“

Robinson ist in Deutschlands längst kein Unbekannter mehr, gewann mit Morshdi den Großen Preis, mit Crimplene die 1000 Guineas auf dem Grafenberg und belegte den zweiten Platz im Deutschen Derby mit Night Line.

Notability, der das Rennen in den Farben des Darley Stud, das zugleich als Sponsor fungierte, gewann, war mit einem zweiten Platz aus einem Gruppe III-Rennen aus Salisbury an die Oos gereist, gewann sein insgesamt drittes Rennen.

Passend: Vater des Pferdes ist mit King’s Best ein Deckhengst des Darley Stud, das am Vormittag zu einem Empfang auf der Rennbahn geladen hatte, dabei mehrere Freisprünge zu Deckhengsten wie Sulamani (ging an Intendant-Besitzer Ferdinand Leve) versteigert hatte.

Die Wetter hatten Notability zum 22:10-Favoriten gemacht, Lateral war in dem auf fünf Pferde zusammengeschrumpften Feld (Raptor wurde Vierter, Starpix Letzter) als 28:10-Chance in die Boxen an der 1600 Meter-Marke gerückt.

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