Australischer Triumph im Melbourne Cup

Um kurz nach fünf Uhr morgens unserer Zeit stand am Dienstag am anderen Ende der Welt wieder einmal eine ganze Nation still. In Australian wurde der zur Gruppe I zählende und mit 7.750.00 australischen Dollar dotierte Lexus Melbourne Cup über 3200 Meter entschieden. „The race that stops the nation“ sah auf dem Flemington Racecourse im Bundesstaat Victoria auch 2019 ein internationales, 24köpfifes Klasse-Feld am Start, welches sich unter dem Jubel tausender Fans auf die lange Reise machte.

Und nachdem im vergangenen Jahr die Europäer durch Charlie Applebys Cross Counter den Sieg errungen, blieb das Mega-Rennen heuer in “down under“. Danny O’Briens 11,7:1-Außenseiter Vow And Declare bewies unter Craig Williams einmal mehr, wie gefährlich die leichten Gewichte in diesem Steher-Rennen sind. Gerade einmal 52 Kilo musste Williams, der genau wie Trainer O’Brien seinen ersten Triumph im „Cup“ feierte, auswiegen. „Das fühlt sich großartig an“, so Danny O’Brien, nach dem kompletten Triumph der Australier.

Ein australischer Trainer, ein australischer Jockey und ein australisch-gezogenes Pferd gewinnen den „Cup“. Plötzlich stand die Nation gar nicht mehr so still. Mit diesem Sieg komplettierte Williams auch gleichzeitig den Grand Slam im australischen Rennsport, der aus Siegen im Golden Slipper, im Caulfield Cup, in der Cox Plate und im Melbourne Cup besteht.

Auf den Plätzen folgten hinter Vow And Declare die Europäer, angeführt von Joseph O’Briens Außenseiter Master Of Reality unter Frankie Dettori, es folgte wie 2018 auf Rang drei Charlie Fellowes Shirocco-Sohn Prince Of Arran (Michael Walker), Platz vier ging an den von Aidan O’Brien vorbereiteten Il Paradiso (Wayne Lordan). Zum Rennen: Williams hatte auf dem späteren Sieger auf Rang drei gleich eine perfekte Lage gefunden. Auf Rang drei sah man den Declaration of War-Sohn gehen, während vorne Twilight Payment für die Pace sorgte. Im Einlauf dann hatte Williams innen gleich freie Bahn, weiter in der Bahnmitte setzte Master Of Reality nach.

Dieser schien es fast geschafft zu haben, doch Vow And Declare zog noch ein weiteres Mal an und gewann knapp. Doch nach dem Rennen legte das Team des Viertplatzierten Protest gegen den Zweiten ein und die Stewards folgten diesem. So lautete das Ergbnis auf den Plätzen: Prince Of Arran vor Il Paradiso und Master Of Reality. Prince of Arrans Jockey Michael Walker bekam wegen übermäßigen Gebrauchs der Peitsche 10.000 Dollar Strafe und 7 Tage Sperre aufgebrummt. Auch Frankie Dettori wurde wegen gefährlicher Reitweise auf Master Of Reality bis zum 14. November an den Zaun gestellt.

Ein gutes Rennen lief durchaus auch der Vorjahressieger Cross Counter (William Buick), der unter Top-Weight einen Moment hatte. Am Ende war es Rang acht. Der vom Gestüt Ittlingen gezogene Sound (hier bekannt unter dem Namen Sound Check) wurde am Ende nach einem ebenfalls ordentlichen Auftritt Zwölfter. Trainiert wird Sound von Michael Moroney, im Sattel saß James Winks.

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