Siemen über die Winterkönigin: Wann bricht der „Fluch“?

Spannende Statistiken hat Chefhandicapper Harald Siemen in seinem lesenswerten Blog auf der Webseite von Deutscher Galopp auch diese Woche wieder ausgegraben.

Unter der Überschrift „Der Fluch des Pharao“ beschreibt Siemen eine Art Fluch, der über der Winterkönigin zu liegen scheint.

So heißt es dort: „Wenn ich nun einen Blick auf die Siegerliste im Preis der Winterkönigin werfe und feststelle, dass seit nunmehr 30 Jahren keine Winterkönigin mehr ein klassisches Rennen gewinnen konnte, dann frage ich mich, ob nicht irgendwo auf den Rennbahnen von Iffezheim oder Mülheim, wo das Rennen früher stattfand, eine Tafel mit einem Fluch vergraben liegt, wonach keine Winterkönigin mehr klassische Siegerin werden soll.“

Man muss lange zurückblicken, um dann 1992 fündig zu werden. Siemen: „Denn tatsächlich war Quebrada im Jahre 1992 die letzte Winterkönigin, die als Dreijährige mit den deutschen 1000 Guineas einen Klassiker gewinnen konnte. Und um eine Diana-Siegerin zu finden, muss man sogar noch zwei weitere Jahre zurückgehen, bis zu Martessa. Das muss umso mehr verwundern, als im gleichen Zeitraum von den in der Winterkönigin platziert (2-4) gelaufenen Stuten Rose of Zollern, Lips Poison, Briseida, Akua´da und Novemba die 1000 Guineas und Risen Raven, Centaine, Almerita, Serienholde und Feodora den Preis der Diana gewinnen konnten; Gruppe I-Siegerinnen waren darüber hinaus noch Gonbarda, Danedream und Tabera. Es ist also nicht so, als sei die „Winterkönigin“ in der Vergangenheit ein schwach besetztes Rennen gewesen. Im Gegenteil.“

Was bedeutet das für Shagara, die Schlenderhaner Winterkönigin? Auf dem Papier ist der vermeintliche „Fluch“, aber dann ist da auch der Kampfgeist dieser Stute. Siemen: „Für Shagara, die jüngste Siegerin in der „Winterkönigin“, sind das zunächst einmal schlechte Aussichten auf klassische Ehren. Das heißt aber nicht, dass aus der Schlenderhanerin nicht auch im kommenden Jahr etwas Ordentliches werden kann, denn schließlich gibt es auch jenseits von 1000 Guineas und Diana noch genug Gelegenheit zur Profilierung. Ihre große Stärke liegt vorerst in ihrem ausgeprägten Willen zum Sieg, der sich am Sonntag zeigte, als sie – wie schon zuvor in Köln – Lady Mary mit unbändigem Kampfgeist niederrang.“

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