Frankie-Day zum Arc-Auftakt: Gruppe-Hattrick in Paris

Es regnete in Longchamp, und doch war am Samstag der Tag des Sunnyboys: Frankie Dettori zeigte auf der Rennbahn im Bois du Boulogne drei Ritte aus dem Galopper-Lehrbuch, mit denen er sich am ersten Tag des Arc-Meetings ein Gruppe-Doppel schnappte. Im Prix du Royallieu finishte Dettori auf den letzten 300 Metern, was das Zeug hielt, verwies nach 2500 Metern mit Moon Queen den von Richard Hills gerittenen Ranin knapp auf Platz zwei.

Cheirokratie kämpft um Pflichtsieg: Jetzt nach Düsseldorf

Mit einer 3/4 Länge hat der Winterfavorit Cheirokratie im Preis des Kaiserstühler Winzervereins im Krefelder Stadtwald seinen Pflichtsieg eingefahren. Doch schon der Richterspruch verrät, wie knapp die Angelegenheit für den Winged Love-Sohn war. Bei seinem Erfolg in dem Altersgewichtsrennen hatte Cheirokratie aber alles andere als einen idealen Renn-verlauf, wurde von Benjamin Clös (trug 49 Kilo) nicht wie gewünscht geritten.

Deutsche Dreierwette: Blumes Well Made siegt in Milano

Das Mailand für deutsche Pferde ein gutes Pflaster ist, haben in der Vergangenheit bereits zahlreiche Erfolge (unter anderem Gruppe I-Siege durch Caitano und Waky Nao) bewiesen. Am Samstag hat es im Premio Federico Tesio sogar eine deutsche Dreierwette gegeben. Well Made (125:10) vor Bedford Forrest und Montalban, so der Einlauf des über 2200 Meter führenden Rennens. Das Examen hatte Gruppe III-Status, wurde auf der Rennbahn San Siro direkt gegenüber des Fussballstadions abgehalten.

Quinn-Entscheidung rückt näher: Denkpause in England

Am Donnerstag Morgen ist Jimmy Quinn in Richtung England abgehoben. Denkpause in der Heimat. Dort soll die Entscheidung fallen. Bleibt er, oder bleibt er nicht? Es könnte sein, dass bereits an diesem Wochenende feststeht, ob Quinn auch im nächsten Jahr in Deutschland reiten wird. Das ist zumindest aus einschlägigen Kreisen zu erfahren.

Drei deutsche Starter am Arc-Renntag der Superlative

Acht Rennen, davon sechs Mal Gruppe I: der Renntag rund um den Prix de l’Arc de Triomphe in Paris hat es in sich. Es ist, wie all die Jahre vorher, ein Renntag der Superlative. Und an diesem Tag sollen insgesamt drei in Deutschland trainierte Pferde laufen, allen voran natürlich Anzillero im Arc (17 Starter) selbst: trotz aller Konkurrenz nach wie vor renommiertesten Galopprennen der Welt.

17 Starter im Anzillero-Arc: Aus Box 8 für Deutschland

Am Freitag Morgen fand in Paris die endgültige Starterangabe für den 80. Prix de l`Arc de Triomphe statt. Und wie schon im Vorfeld zu erwarten war, wird es ein Mamut-Arc. 17 Pferde werden voraus-sichtlich in die Boxen einrücken. Unter diesen wird zum 27. mal in der Ge-schichte des Rennens auch ein in Deutschland trainiertes Pferd gesattelt. Anzillero wird das Gruppe I-Examen unter Kevin Woodburn aus Startbox 8 angehen.

Schlenderhan-Jährlinge neben Schiergen auch zu Schütz

So langsam aber sicher zieht in den Rennställen des Landes der Nachwuchs ein. Ab Oktober schicken viele Besitzer ihre Jährlinge zu den Trainern, um sie für die Rennkarriere vorbereiten zu lassen. So auch das Gestüt Schlenderhan von Karin Baronin von Ullmann. Doch wenn die Transporter aus dem Gestüt in der Nähe von Bergheim in Richtung Weidenpesch fahren, werden sie in diesem Jahr nicht nur am Asterblüte-Stall halt machen.

Nächste Ära beendet: Auch Hofer und Boschi trennen sich

Das Jockeykarussel hat sich erneut gedreht. Nachdem bereits die Ära Schiergen-Quinn nicht in eine zweite Runde gehen wird, kam es nun auch am Hofer-Stall zu einer Trennung. Andreas Boschert wird im nächsten Jahr nicht Stalljockey in Krefeld sein. Hofer und Boschert haben sich im gegenseitigen Einverständnis getrennt. Bis Ende Oktober wird Boschert noch morgens im Stadtwald ausreiten, um seine Zelte dann wieder abzubrechen.

Tertullian-Abschied ohne Minarik: Vier Renntage Sperre

'Natürlich habe ich einen Fehler gemacht, und so etwas darf nicht passieren', kommentiert Jockey Filip Minarik seinen Ritt im Preis der Landwirtschaftskammer Hannover. Für diesen Ritt muß Minarik nun vier Renntage an den Zaun. Das hat die örtliche Rennleitung entschieden. „Fahrlässige Nichtwahrnehmung der Gewinnaussichten“, heißt der konkrete Verstoß. Minarik setzte in besagtem Rennen die Hände zu früh hin und vergab somit nach Ansicht der Rennleitung den dritten Platz. Minarik ritt in diesem vierten Rennen in Hannover den dreijährigen Hengst Lord (Quote 106:10).

Breeders` Cup kein Thema: Erst Japan dann Hong Kong

'Ich habe keine Ahnung, warum er im Wettmarkt steht', kommentiert Trainer Andreas Wöhler die Tatsache, das 'sein' Paolini bei englischen Buchmachern unter den chancenreichsten Pferde für den BreedersCup Turf geführt wird. Man kann Paolini zwar wetten, doch laufen wird er nicht. Das ist gewiss. Wöhler macht klar: 'Der Breeders Cup ist kein Thema. Da sprechen zu viele Faktoren dagegen.'

CoxPlate: Hufgeschwür wirft Silvano eine Woche zurück

Am Sonntag geht sie los: die Reise nach Australien. Nach 28 Stunden Flugzeit und zwei Zwischenstopps wird Silvano dann Melbourne erreicht haben. Dort rückt er am 27. Oktober dann in die Boxen der Cox Plate, dem zehnten Lauf der Emirates World Series. In der Vorbereitung für dieses Rennen mußte man im Team von Andreas Wöhler einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Silvano litt wieder an einem Hufgeschwür. Ein solches verhinderte schon bei seinem letzten Auftritt in Singapur ein besseres Abschneiden.

Subi-Jump auf Euro-Tour: Über Mailand nach Longchamp

Im Miles and More-Club ist Andreas Suborics mittlerweile Ehrengast. Denn kein deutscher Jockey hat in diesem Jahr öfter ein Flugzeug bestiegen und derart viele Kilometer in der Luft zurückgelegt wie er. Hong Kong, Singapur, Toronto, Chicago. Das sind nur einige der Stationen auf Subis Siegeszug rund um die Welt. Und auch dieses Wochenende ist er auf Tour: Samstag Mailand, Sonntag Paris.

Schrauben doch raus: Tamaron erst im November zurück

Bei drei Starts hat Tamaron einmal gewonnen und war zweimal Zweiter. Alles im Alter von zwei Jahren. Dabei hat er 41.000 Mark verdient. Er war nach seinem Debutsieg auch Sieger im Oppenheim-Rennen, das Renngericht sprach ihm diesen Sieg zugunsten von Del La Rosa aber wieder ab. Und dann wurde Tamaron noch Zweiter im Ratibor-Rennen. Das spricht eigentlich schon für sich. Trainer Andreas Löwe wollte mit dem Pferd dann dreijährig das Mehl Mülhens-Rennen gewinnen. Und er machte keinen Hehl daraus, dass da ein richtiger Brummer in seinem Stall stehe.

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