Deutsche Hoffnungen vs. Godolphin-Youngster

Die deutsche Zweijährigen-Elite fordert imWackenhut Mercedes-Benz-Preis Zukunftsrennen (Gr.III/55.000 Euro) ein Gäste-Quartett. Dabei ruhen die nationalen Hoffnungen ins besondere auf dem von Jean-Pierre Carvalho für das Gestüt Schlenderhan trainierten Alson. Der Areion-Sohn gewann zwei seiner drei Starts. Einem Debüttreffer in München folgten ein vierter Platz in Longchamp und zuletzt ein starker Sieg in Clairefontaine gegen gute Konkurrenz. Doch selbst sein vierter Platz macht Grund zur Hoffnung, dass das erste Grupperennen der Zweijährigen-Saison im Land bleibt, schließlich wurde diese Form durch Siege der drei vor ihm platzierten Pferde mächtig aufgewertet. Sieger Earthlight ist inzwischen ein viermal gelaufener und ungeschlagener Gruppe I-Sieger! Die Zweitplatzierte wurde Listensiegerin, die Drittplatzierte gewann ein Maidenrennen. Außerdem musste Alson damals jedem seiner Gegner Gewicht geben.

Ähnlich wie die zweite deutsche Hoffnung hat noch in diesem Jahr eine Nennung für ein ganz großes Rennen. Virginia Joy (Jens Hirschberger) beeindruckt bei ihrem Debüt in Düsseldorf, als sie in der Entscheidung vom letzten Platz aus das gesamte Feld überholte und sicher gewann. Die Soldier Hollow-Tochter in Auenqueller Farben hat darauf hin auch eine Nennung für den Prix Marcel Boussac (Gr.I) erhalten, der genau wie der Prix Jean-Luc Lagardere (Gr.I) am Arc-Wochenende in Paris entschieden wird. So sollten beide hier Farbe bekennen, wenn sie diese große Ziel wirklich anstreben. Filip Minarik reitet Alson, Adrie des Vries Virginia Joy. (zum Langzeitmarkt)

Das deutsche Aufgebot wirkt in diesem Jahr recht breit aufgestellt, zwar zählt die zweite Hirschberger-Starterin Vallee des Fleurs zu den Außenseiterinnen, doch mit Fearless King (Sarah Steinberg) und Mangkhut sind zwei weitere Kandidaten dabei, die schon Eindruck hinterlassen haben. Erstgenannter gewann seinen ersten Auftritt in München in souveräner Manier, verwies dabei Nona (Mario Hofer), die hier wieder zu den Gegnerinnen zählt auf Rang Zwei. Zwei Pluspunkte hat der Kingman-Sohn auf seiner Seite. Der Vertreter des Stalls Salzburg kommt auf dem Quartier der Vorjahressieger, denn Quest the Moon war hier 2018 erfolgreich, außerdem wird Gerald Mosse reiten, der in dieser Saison bereits zwei Grupperennen in Deutschland gewinnen konnte. Der nachgenannte Mangkhut komplettiert das deutsche Aufgebot. Der Sieger des Kölner Auktionsrennens hat besonders die grandiose Stallform seines Trainers Henk Grewe im Rücken, zehn Zweijährigen-Siege stehen bereits auf der Habenseite.

Doch sie alle müssen sich besonders mit einem Gast auseinandersetzen. Well of Wisdom aus dem Stall von Charlie Appleby ist das höchsteingeschätzte Pferd des Rennens. Der favorisierte Oasis Dream-Sohn, ist der einziger Black Type-Sieger im Feld. Der Listentreffer in Longchamp wurde zusätzlich aufgewertet, denn der geschlagenen Helter Skelter gewann danach das Critérium du Fonds Européen de l’Elevage, Frankreichs höchstdotiertes Listenrennen leicht. Der Godolphin-Starer legte auch noch einmal nach, im Prix Cabourg (Gr.III) fehlten ihm vier Längen zu Earthlight, der sich ja auch schon mit Alson maß. Die drei übrigen Gäste stellen sich erstmals in Grupperennen vor. Archie Watsons Above hat bereits drei Rennen gewinnen können, zuletzt war der Anjaal-Sohn im Handicap über die hier geforderte Distanz auf der Sandbahn erfolgreich.  Zwar sind Get Set (Matthieu Palussiere) und Game and Set (Andrew Balding) ebenfalls Sieger, doch nach Gesamtform könnte es schwer aussehen.

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