Der Breeders‘ Cup in den USA, er gilt als eine Art Weltmeisterschaft der Galopper. Pferde aus der ganzen Welt reisen Jahr für Jahr in die Staaten und greifen nach dem großen Geld. Deutsche Pferde sind beim Breeders‘ Cup, der am Freitag und Samstag im kalifornischen Santa Anita ausgetragen wird, eher eine Rarität. Doch in diesem Jahr ist es anders. Am Samstag kommt eine deutsche Stute im Breeders‘ Cup Mile an den Ablauf (Zum Langzeitmarkt). Die Rede ist von der von Markus Münch – aktuell noch Trainer in Warendorf – trainierte Spectre, die in der Breeders‘ Cup Mile an den Start kommen wird.
Die klassische Saison war für Spectre eine ziemliche Erfolgsstory. Nach einem Gruppe III-Sieg im April in Maisons-Lafitte folgten vier Rennen auf höchster Ebene: Viermal im Geld, zweimal platziert – Dritte im Prix Jean-Prat gegen die gleichaltrigen Hengste, Zweite zuletzt im Prix du Moulin in Chantilly Mitte September gegen die älteren Hengste. Nun steht der treuen Siyouni-Tochter unter Javier Castellano die nächste Herausforderung bevorstehen, in der mit zwei Millionen US-Dollar dotierten „Mile“. Obwohl sie schon gegen große Cracks gelaufen ist, könnte diese Gruppe I-Prüfung ihre größte Herausforderung darstellen.
Den Wettmarkt bei RaceBets führt derzeit die sechsfache Gruppe I-Sieger und Titelverteidigerin der Prüfung, Mark Casse´s Tepin unter Julie Leparoux an. Die fünf Jahre alte Bernstein-Tochter machte in diesem Sommer auch in Royal Ascot Eindruck, als sie in den Queen Anne Stakes die ältere, europäische Meilen-Elite in Schach hielt. Zuletzt war sie allerdings in einer den Stuten vorbehaltenen Gruppe I-Prüfung in Keeneland mit zweidreiviertel Längen deutlich geschlagen Zweite gegen Todd Pletchers doppelte Gruppe-I-Siegerin Photo Call unter Kent Desormaux, auf die sie nun erneut treffen dürfte. Hier ist also noch eine Rechnung offen. Weitere starke Stute im Feld ist Aidan O´Briens drei Jahre alte Alice Springs unter Ryan Moore, die hier den von ihr bevorzugten abgetrockneten Boden vorfinden wird und den vierten Gruppe I-Sieg des Jahre anstrebt,
Doch auch wenn die US-Stars und die O’Brien-Lady stärker einzuschätzen sind, werden in Deutschland am Samstag die Daumen für die deutsche Stute, die wie Melbourne Cup-Sieger Protectionist mit IRT geflogen wurde, gedrückt werden. Und wer weiß, vielleicht geht der American Dream für Münch und seine Spectre ja tatsächlich in Erfüllung.











