Doppeltes deutsches Aufgebot gab es in der dritten Prüfung der Veranstaltung in Chantilly. Im mit 400.000 Euro dotierten Prix de l’Opera kamen die von Peter Schiergen trainierte Ammerländerin Royal Solitaire und Jens Hirschbergers Pagella aus dem Besitz von David und Hans-Peter Schön an den Start.
Doch mit dem Sieg hatten die beiden deutschen Ladys in dem 2000 Meter-Rennen nichts zu tun. Zwar wurde Royal Solitaire unter Andrasch Starke gegen Ende noch enorm schnell, doch mehr als Rang fünf sprang für die vierjährige Shamardal-Tochter nicht mehr heraus. Die 11.440 Euro Preisgeld, die es für diesen Platz gab, sind jedoch nicht zu verachten. Pagella suchte ihr Glück unter Alex Pietsch Innen, passierte den Pfosten knapp geschlagen als Siebte.
„Der Rennverlauf war in Ordnung, sie ist ihr Rennen gelaufen. Ich meine, sie hat in diesem Jahr alles erreicht. Da müssen wir schon zufrieden sein. Sie wird dann in die Zucht gehen und nächstes Jahr nicht mehr laufen“, sagte Peter Schiergen und Jens Hirschberger meinte: „Das war ein schwieriges Rennen, das haben wir auch vorher schon gewusst. Ein bisschen langsam gelaufen. Sie braucht auch schneller gelaufene Rennen. Und natürlich: Eine andere Liga könnte helfen. Das war schon sehr hoch gegriffen.“
Vorne gewann die von Richard Fanshawe trainierte Speedy Boarding (58:10) unter Frederik Tylicki, der im Arc den deutschen Gast Savoir Vivre reiten wird. Auf den Plätzen folgten Pleascach und die heiße Favoritin So Mi Dar. „Wir hatten ein fantastisches Jahr in Frankreich mit ihr, mit einem Gruppe-II- und jetzt zwei Gruppe-I-Siegen. Sie hatte heute wieder ein hartes Rennen. Das war ein großartiges Duell bis zur Ziellinie, das wirklich keinen Verlierer verdient hatte, aber natürlich bin ich sehr froh, dass wir nochmal mit ihr gewonnen haben. Freddie Tylicki hat sie großartig geritten. Die Stutenprüfung in Ascot kommt jetzt zu früh für sie. Wahrscheinlich wird sie jetzt ins die Zucht wechseln“, so Richard Fanshawe.












