It’s Derby-Time! Sea The Moon und seine Herausforderer

Wenn am Sonntagnachmittag um 17.05 Uhr das Feld für das IDEE 145. Deutsche Derby auf die 2400-Meter-Reise geht, dann hat auch diese neue Auflage des „Rennens aller Rennen“ bereits im Vorfeld Geschichte geschrieben. Der Reiterwechsel auf dem heißen Derby-Favoriten gingen durch den deutschen Blätterwald, konnte für Jedermann verkauft werden. Das eigentliche Thema, das Derby, kam dadurch zu kurz.

Doch auch solche Meldungen können in ein positives Echo enden. Jeder will sehen, was Christophe Soumillon am Sonntag im Sattel von Sea The Moon gelingt. Nun braucht man keine Angst zu haben, dass der 33-jährige amtierende Champion-Jockey Frankreichs Nerven zeigen wird. Dafür hat der gebürtige Belgier bereits zu viele Big Points rund um den Globus gewonnen. Der bislang Sea The Moon reitende Andreas Helfenbein wird auf der Tribüne in Horn sitzen und den „Moonie“ anfeuern.

Mit ganzem Herzen, so der 47-Jährige, der möglicherweise das letzte Mal in seiner Laufbahn die Chance gehabt hätte, das Deutsche Derby zu gewinnen. Doch so einfach „hochgezogen“ ist der unbesiegte Oppenheim-Union-Sieger natürlich nicht. Die Favoriten hatten immer einen schweren Stand im Derby, der ausgeloste Startplatz 15 ist auch nicht unbedingt als optimal anzusehen. Mit der Nummer eins auf der Satteldecke geht sogar Lucky Lion ins Derby (Zum Langzeitmarkt).

Wie der von Andreas Löwe trainierte Winterhauch-Hengst das Mehl-Mülhens-Rennen gewann, war beeindruckend. Auch in Horn sitzt wieder Ioritz Mendizabal im Sattel, auch er hat schon das französische Jockey-Cchampionat in seinem Rekord stehen. Bei Lucky Lion dürfte die alles entscheidende Frage sein, ob der High Chaparral-Sohn über den Weg kommt. Über die Nummer drei im Feld, Salzburgs überragender RaceBets.com – Bavarian Classic-Sieger ist wenig zu hören, wenn es um den potenziellen Sieger im Derby geht. Aber Vorsicht.

Aus dieser Münchener Derby-Generalprobe ist schon so mancher Gewinner auch in Hamburg zum Triumphator aufgestiegen. Nicht zuletzt im letzten Jahr Lucky Speed. Markiert Jens Hirschberger seinen dritten Derby-Erfolg nach Adlerflug und Wiener Walzer? Er sattelt Wild Chief und somit einen Kandidaten, der bereits Derby-Luft geschnuppert hat. Im Französischen Pendant und dabei zog er sich in Chantilly nach einem kaum optimalen Rennverlauf als Vierter toll aus der Affäre.

Was werden die beiden nachgenannten Geoffrey Chaucer aus dem mächtigen Aidan O’Brien-Stall und Pinzolo, der Godolphin-blau an den Start bringen wird, bewegen? Oder schlägt wieder die große Stunde eines Außenseiters? Die Spannung wird zum Bersten sein, wenn es um 17.05 losgeht. Es ist der Höhepunkt der Horner Rennwoche des deutschen Turfs. Lesen Sie alles über das Deutsche Derby in einer 24-Seiten umfassenden Beilage.

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