Trainer Michael Figge will den zweiten Derby Italiano-Sieg

Vor zwei Jahren gab es für den Münchener Trainer Michael Figge auf der Rennbahn Capannelle in der italienischen Hauptstadt Rom ein absolutes Highlight, als der von ihm trainierte Big Shuffle-Sohn Feuerblitz unter Robert Havlin das Dedrby Italiano gewann. Am Sonntag möchte der Riemer Coach dieses Kunststück im Stiefelland erneut schaffen.

Für den Rennstall LA bietet Figge den Hengst Oil of England im 131. Derby Italiano am Sonntag in Rom auf. Dreimal konnten sich deutsche Pferde bereits in die Siegerliste des wichtigsten italienischen Rennens eintragen. Im Millennium-Jahr war es das Gestüt Röttgen durch Kallisto, 2003 Newsells Park Studs Osorio und 2012 triumphierte Rennstall Eivissas Feuerblitz unter Robert Havlin für den Münchener Coach Michael Figge.

Das war damals ein Riesenerfolg für das gesamte Team, als der 109:10- Außenseiter nach langem Kampf mit einem Kopf Vorsprung gegen Wild Wolf schließlich vorne lag. Es war zudem der bis dahbin größte Sieg in der Laufbahn des jungen Trainers aus Riem, der auf der Rennbahn Capannelle in Italiens Hauptstadt dann im November vergangenen Jahres mit dem Big Shuffle-Sohn noch einmal nachlegte und den Premio Roma auf Gruppe I-Ebene gewann.

Gab es im Erfolgsjahr 2012 noch insgesamt 450.000 Euro im Derby Italiano zu verdienen, so sind es in der Edition 2014 sogar 770.000 Euro, wobei die Distanz von 2200 Meter und die Einstufung als Gruppe II-Rennen unverändert bleiben.

Oil of England ist der einzige Gast, er wird vom französischen Spitzenjockey Thierry Thulliez geritten. Michael Figge besaß von dem Lord of England-Sohn immer schon eine hohe Meinung: „In Frankfurt bei seinem vierten Platz hinter Guiliani, Madurai und Dream Gold hatte er ein denkbar schlechtes Rennen. Der zweite Platz zuletzt in Saint-Cloud war dann eine ganz starke Leistung“, sagt Figge.

Wer aber sind die Hauptgegner, die sämtlich aus italienischen Rennställen kommen? Sensationell ist die rasante Entwicklung, die Salford Secret genommen hat. Im Oktober 2013 gewann er noch ein kleines Maidenrennen auf der Sandbahn in Wolverhampton, damals noch unter der Regie von Marco Botti. Doch nach seinem Wechsel zum italienischen Coach Riccardo Santini ging es steil bergauf.

Im Criterium di Pisa scheiterte er nur hauchdünn an Hoovergetthekeys, der auch im Derby wieder zu seinen Gegnern zählt. Danach folgten zwei Listen-Siege und dann als vorläufigen Höhepunkt der Erfolg in der Derby-Generalprobe vor Ort im Premio Parioli Sisal Matchpoint auf Gruppe III-Ebene auf schwerer Bahn gegen eine Reihe der heutigen Gegner, darunter auch Hoovergetthekeys. Die Krönung für Trainer Riccardo Santini wäre natürlich der Derby-Triumph.

Starkes Geschütz bieten wie immer die Botti-Brüder auf. Stefano Botti, er gewann im Vorjahr mit Biz the Nurse, ist mit fünf Pferde, darunter einem starken Duo vertreten. Bertinoro war bereits Zweiter auf Gruppe III-Ebene, sein Stallgefährte Dylan Mouth ist vielleicht sogar noch stärker einzustufen.

Denn er machte bei seinem überlegenen Sieg auf Listen-Ebene in San Siro als klarer 15:10-Favorit mächtig Eindruck. Bruder Guiseppe Botti ist mit Dark Sea aussichtsreich vertreten, der ausschließlich in Frankreich gelaufen ist. Der dritte Platz in Maison-Laffitte knapp hinter den Fabre-Schützlingen Army Bulletin und Bedale war nicht schlecht.

Der Sieger Army Bulletin wurde danach Zweiter im Prix de Guiche (Gruppe III). Keine leichte, aber sicher nicht unlösbare Aufgabe also für den Münchener Gast Oil of England.

Im Rahmenprogramm des großen Derby-Tages in Rom steht auch der Premio Carlo D’Alessio (Gruppe III, 61.600 Euro, 2400 Meter) für die älteren Grand Prix-Pferde auf dem Programm. Im Starterfeld befindet sich auch der von Ralf Rohne in Düsseldorf für Besitzer Kurt Fekonja trainierte Orsino. Der Mamool-Sohn gilt seit langem als Spezialist für die Rennen in Italien, er wird geritten von Mirco Demuro.

Noch im September des vergangenen Jahres scheiterte er nur mit einer Nasenspitze am italienischen Derby-Sieger 2013 Biz The Nurse und damit am Nachfolger von Feuerblitz. Mit Branderburgo, Frankenstein und Wild Wolf kommen die üblichen „Verdächtigen“ mit an den Ablauf.

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