Marquise de Moratalla l?sst nun in Deutschland trainieren

Im vergangenen Sommer gut vom Start und aktuell auch gut in die Saison gekommen ist der neue Mülheimer Trainer William Mongil. Der ehemalige französische Spitzenjockey hatte 2012 den Stall von Werner Baltromei übernommen, nachdem der „Vorreiter der Frankreich-Starts“ seinem heimtückischen Krebsleiden erlegen war.

William Mongil schaffte es sofort, den Fluss von Siegern aus Mülheims größtem Trainingsquartier nicht abreißen zu lassen. Nachdem So oder So im Juli in Hoppegarten den Bann früh gebrochen hatte, war es Kassiano, der dem Trainer den ersten Frankreich-Sieg in neuer Funktion verschaffte.

Kassiano ließ man später nach einem Erfolg in einem großen BBAG-Auktionsrennen ziehen. Godolphin brachte sich in Besitz des Hengstes, der aktuell in Meydan für den Gastgeber schon schöne Schlagzeilen machen konnte. Jetzt ist der Hachtseer Petit Chevalier das beste Pferd im Stall, der für Mongil Mitte November in Frankfurt als Gruppe III-Zweiter zu Seismos überzeugte.

Und auch das Jahr 2013 hat für das Quartier schon vielversprechend begonnen. Nach Shawnee Saga im Januar in Deauville konnte man beim grade zu Ende gegangenen Meeting in Cagnes mit wenigen Startern drei Siege einfahren, wofür einmal Wellitas und zweimal Esprit des Temps verantwortlich waren.

Mongil kann es also auch vom Boden aus, was jetzt auch in Frankreich zu Kenntnis genommen wurde. Die Marquise de Moratalla, in deren seit Jahrzehnten bekannten feuerroten Farben mit der mintgrünen Kappe Mongil sein letztes Engagement als Stalljockey absolvierte, hat die zweijährige Shirocco-Tochter Tectona nach Mülheim überstellt.

Die Marquise hat und hatte auch schon einige deutsch gezogene Pferde in ihrem Besitz. Das Beste war wohl der Etzeaner Timos, ein zweifacher Listensieger, der 2010 auch noch zweimal Gruppe II platziert lief.

Mongils Neuzugang ist natürlich auch mütterlicherseits gut gezogen. Tectonas Mutter Too Marvelous stammt von Dansili und konnte drei Rennen gewinnen, ihr von Oasis Dream stammender Halbbruder In Chambers lief zweimal Gruppe III platziert und wurde 2008 in Köln Gruppe II-Fünfter zu Precious Boy. Sie hatte bislang zwei Produkte auf der Bahn, die beide gewinnen konnten.

Die bereits hochbetagte Marquise de Moratalla erlebte ihren letzten Gruppe I-Triumph, als Tin Horse 2011 die französischen 2.000 Guineas gewann. Dieser Schützling von Trainer Didier Guillemin gewann zuletzt im Juli 2012 auf Gruppe III-Parkett. In solche Sphären würde man in Mülheim bestimmt auch gerne mit Tectona vorstoßen.

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