Danedream beweist: Superstars gibt es auch f?r ‚Kleines‘!

Als Exzellenzcluster wird an Universitäten bezeichnet, wenn Hochbegabte bestimmter Fachrichtungen an einem Hochschulort konzentriert werden. Wo findet man noch geballtes Fachwissen auf kleinstem Raum? – Auf den Bietertribünen von Rennpferde-Auktionen.

Dort finden sich neben den Geld bringenden Interessenten aus dem Besitzerlager alle Trainer und Agenten, die sich richtig auskennen. Wie alle Forschenden lernen aber auch sie täglich dazu – und werden oft belehrt, wenn sich von ihnen verschmähte Pferde später auf dem grünen Rasen groß in Szene setzen.

So wie jetzt schon zum wiederholten Male Danedream: Die Stute wird auch von ihrer engsten Umgebung als unscheinbar beschrieben, aber stimmt das noch?

Wenn man sich beispielsweise die Foto-Strecke der Bilder vom Arc-Sieg anschaut, fällt in der Aktion besonders die enorme Athletik der leicht gespaltenen Kruppe der Wunderstute auf.

Die hatte sie als Zweijährige im Frühjahr in Baden-Baden wahrscheinlich nicht, aber musste man das von einer Lomitas-Tochter erwarten. War es nicht eine hervorstechende Vererber-Eigenschaft dieses Fährhofer Deckhengstes, eher leichte Pferde zu produzieren!? Und gab es nicht schon einige nette Pferde aus Danehill-Müttern!?

Wie auch immer: Die Familie Volz hat damals für nur 9.000 Euro freihändig zuschlagen können, und in Kenntnis der folgenden Geschehnisse müssen sich alle anderen Anwesenden gefallen lassen, dass sie „gepennt“ haben. Sie waren aber nicht die ersten und werden nicht die letzten gewesen sein.

Die Reihe der Schnäppchen ist lang, aber nicht so endlos wie die der Fehlinvestitionen. Ein aktuelles Beispiel ist der amtierende Kentucky Derby-Sieger I’ll have Another. Dessen Trainer bezeichnete ihn vor kurzem als Pferd für jedermann, nachdem er als Jährling für 11.000 US-Dollar zu haben war.

Beim Epsom Derbysieger von 2006 Sir Percy fiel der Hammer als Jährling bei 16.000 Guineas, beim Großverdiener Presvis als Fohlen bei 15.000 Guineas. Noch mehr verdient hat die zu Danedream im Arc platzierte Stute Snow Fairy, die als Jährling ganze 1.800 Euro brachte.

Was sagt uns das? – Fachmännische Beratung beim Rennpferde-Kauf ist ebenso wie ein großer Geldbeutel wichtig, aber nicht alles. Wenn Sie es sich leisten können, versuchen Sie es, vielleicht in einer Besitzergemeinschaft. Alles ist möglich!

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