40.000 Besucher sorgen f?r erfolgreiches Derby-Meeting

„Zufrieden“, so lautet der allgemeine Tenor des Hamburger Renn-Clubs. Und das können sie auch sein. Wieder einmal begeisterten die Hanseaten Turf-Deutschland mit einem tollen Derby-Meeting. Über sechs Tage ging die Veranstaltung 2012 in deren Zentrum das SPARDA 143. Deutsche Derby wieder für eine faustdicke Überraschung sorgte.

Der von Mario Hofer in Krefeld trainierte Pastorius bezwang mit Novellist einen der heißesten Favoriten der letzten Jahre und wird seinen besonderen Platz in den Geschichtsbüchern finden. 40.000 Besucher fanden an den sechs Tagen den Weg nach Hamburg Horn und Hamburgs Präsident Eugen-Andreas Wahler blickt somit zufrieden auf die Veranstaltung zurück, die am Donnerstag zu Ende gegangen war. Besondere Bedenken, bezüglich der ungewohnten Terminierung des Derbys, waren in der Rückschau nicht angebracht.

„Die große Frage war für uns im Vorfeld wie Zuschauer, Aktive und Sponsoren die Renntags-Konstellation annehmen. Noch nie zuvor haben wir das Deutsche Derby als Höhepunkt schon mitten in der Derbywoche gehabt. Es hat sich gezeigt, dass die Besorgnis unbegründet war“, so Wahler. Und so strömten auch nach dem sonntäglichen Highlight weiterhin Besuchermassen auf die Rennbahn:

„Vereinfacht gesagt, wer früher am Dienstag vor dem Derby auf die Rennbahn kam, ist jetzt am Dienstag nach dem Derby gekommen. Tatsächlich ist die Klasse der Rennen und das Programm entscheidend. Als Veranstalter müssen wir überlegen, was wir unseren Gästen servieren, also wie attraktiv das Rennprogramm ist. Das wirkt sich unmittelbar auf die Umsätze am Toto aus“, so Wahler weiter.

Auch am letzten Tag konnten die Norddeutschen noch einmal einen Umsatz von 334.000 Euro verbuchen. Eine stattliche Summe, die sich sehen lassen kann. Rechnet man alle sechs Veranstaltungstage zusammen, so ergibt sich ein Gesamtumsatz von 2,846 Millionen Euro. Der Schnitt blieb zum Vergleich des Vorjahres weitestgehend identisch. „Mit dem Ergebnis, das unserem Etat entspricht, sind wir zufrieden. Das Derby selbst ist in diesem Jahr nicht das Umsatz-Highlight gewesen, was indes auch durch die exponierte Rolle des Favoriten beeinflusst wurde. Insgesamt erreichen wir jedoch die Zahlen des Vorjahres“, resümiert der Präsident.

Aber wie bei jedem Meeting, so standen auch in Hamburg-Horn natürlich die Aktiven im Mittelpunkt. Mario Hofer wird jenen Sonntag seinen Lebtag nicht mehr vergessen, holte er sich doch seinen ersten Derbysieg überhaupt. Gleiches gilt für Terence Hellier, der ebenfalls eine Premiere feiern durfte und am Derby-Sonntag zudem noch beide Auktionsrennen gewinnen konnte. Da werden es die Beiden wohl verkraften können, dass sie in den jeweiligen Meetings-Championaten nicht ganz oben stehen.

Eine Verletzung hinderte Hellier allerdings daran an den letzten drei Tagen weitere Punkte zu sammeln. Bei den Trainern wurde der Berliner Roland Dzubasz fünf Mal zur Siegerehrung gebeten und siegt damit in der Sparte Trainer vor seinem Krefelder Kollegen Mario Hofer, der vier Sieger sattelte.

Den Titel bei den Reitern sicherte sich Asterblüte-Jockey Andrasch Starke mit acht Tageserfolgen vor dem aktuellen deutschen Champion-Jockey Filip Minarik, der sieben Mal gewinnen konnte. Adrie de Vries gewann sechs Prüfungen (darunter ein Araberrennen), Alexander Pietsch und Terry Hellier gewannen jeweils fünf Rennen.

In diesem Sinne blicken wir jetzt schon mit großer Vorfreude auf das Jahr 2013, wenn die Hamburger wieder zu einem Galopp-Fest nach Horn einladen und ihr Publikum mit Rennsport der Extraklasse verwöhnen werden.

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