Dem deutschen Hindernissport geht es nicht gut. Das ist keine Neuigkeit. Nun hat er auch noch einen seiner wenigen Topjockeys verloren. Paul Andrew Johnson erklärte nach dem Ritt auf Approved Force im Seejagdrennen in Bad Harzburg, dass er seine Rennkarriere beendet. Noch am Tag zuvor hatte er mit Boccatus auf der gleichen Bahn gewonnen.
Das war – wenn man nach den Angaben des Direktoriumscomputers geht – sein 96. Sieg über Sprünge. Wesentlich mehr Rennen hat Johnson, der nach dem Seejagdrennen eine Ehrung durch den Harzburger Präsidenten Wilhelm Baumgarten erfuhr, auf der Flachen gewonnen, nämlich genau 238.
Bis ins Jahr 2005 fuhr Johnson zweigleisig, agierte sowohl in Flach- als auch in Hindernisrennen. Und das mit gutem Erfolg. Absoluter Höhepunkt seiner reiterlichen Laufbahn war natürlich der Sensationserfolg mit der von Andreas Löwe trainierten 203:10-Außenseiterin Silvester Lady im Preis der Diana 2001 auf Gruppe I-Parkett.
Johnson konnte aber auch noch mehrere Listenrennen auf der Flachen und natürlich auch auf der Hindernisbahn gewinnen. Von 2006 an konzentrierte er sich aufgrund von Gewichtsproblemen auf das Reiten in Hindernisrennen, in Flachrennen kam er nur noch selten zum Einsatz.
Viele Rennen konnte der 41jährige auch in Italien gewinnen. Leider blieb Johnson während seiner Karriere auch von Verletzungen nicht verschont. Immer wieder musste er aufgrund von Stürzen Pausen einlegen, kam aber immer wieder zurück.
Bei Andreas Löwe, für den Johnson sein größtes Rennen gewann, wird er nun die Rolle als Futtermeister übernehmen.









