Ein Derbysieger gibt sich im Auktionsrennen die Ehre

Rund drei Stunden, bevor der Höhepunkt der Hamburger Rennwoche gelaufen und der Sieger des Deutschen Derbys 2011 gekürt ist, wird zuvor im Rudolf Oetker Gedächtnis-Rennen ein Pferd an den Ablauf kommen, dass sich bereits mit dem Titel „Derby-Sieger“ schmücken kann. Dies ist Noble Champion aus dem Stall von Mario Hofer (Zum Langzeitmarkt).

Der Hawk Wing-Sohn aus der Zucht und dem Besitz des Präsidenten des Kölner Rennvereins, Eckhard Sauren, errang diesen Titel bereits vor 14 Tagen in Ebreichsdorf, als Noble Champion im 142. Österreichischen Derby in einem rein deutschen Einlauf unter Terry Hellier zum Zuge kam.

Der Mann für die „Big Points“ wird am Sonntag auch wieder im Sattel des Hofer-Schützlings sitzen, wenn es in der 2200 Meter-Prüfung, die als Auktionsrennen ausgeschrieben ist, um die Verteilung der üppigen Preisgelder in Höhe von 52.000 Euro gehen wird. Der Fuchshengst sollte auch in Hamburg mit in der Favoritenrolle stehen, auch wenn in dem mit 15 Pferden besetzten Feld starke Gegner lauern.

Einer der schärfsten Konkurrenten sollte Avanti sein. Avantis Betreuer Hans-Jürgen Gröschel hatte sich in der letzten Woche gegen einen Start seines Schützlings im Deutschen Derby entschieden. „Avanti ist ein gutes Pferd, das sich noch steigern wird.

Ich wollte nicht mit einem sieglosen Pferd in das Blaue Band gehen und habe mich daher zusammen mit dem Besitzer für das Auktionsrennen entschieden, das zwar keine Spaziergang werden wird, aber in dem Avanti vorne mitmischen kann“, äußerte sich Hans-Jürgen Gröschel.

Auch Le Peintre, immerhin in der vergangenen Saison Zweiter im Ratibor-Rennen (Gr.III), hat das Derby zu Gunsten des Auktionsrennens ausgelassen und besitzt hinter Avanti (GAG 89 kg) und Noble Champion (GAG 86 kg) mit 85 kg das dritthöchste GAG im Feld. Zwei interessante Kandidaten sind Serienschock (P. Schiergen/A. Starke) und D´Artagnan, die schon in Baden-Baden die Klingen kreuzten, wobei D´Artagnan damals hauchdünn die Oberhand behielt.

Nicht zu vergessen ist auch Navajo Storm, der zuletzt in Hannover unter den Erwartungen blieb, im April allerdings als Zweiter hinter der Schlenderhaner „Derby“ Nr. 1 Mawingo über die Linie ging. Einen kleinen Hinweis für die Fans von Außenseitern verdient Amiant (H. Franke/A. Helfenbein), der zwar aus einem kleinen Quartier kommt, mit Mamool jedoch einen Vater hat, dessen Nachkommen zurzeit von Erfolg zu Erfolg eilen und der sich zuvor als ein Pferd mit Potenzial dargestellt hat.

Das gilt auch für Heaven`s Gift, die von Sascha Smrczek aufgeboten wird, dessen Pferde aktuell in ganz ausgezeichneter Form agieren.

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