Einen kuriosen Ausgang nahm das vierte Rennen am Sonntag in Frankfurt, als sieben Reiter einen Fehlstart nicht bemerkten. Was war passiert? Bei dem favorisierten Schlenderhaner Sinnerman hatte sich beim Start die Boxentür nicht geöffnet. Das war Auslöser für einen Fehlstart.
Da aber die Person, die bei einem solchen Fall die Jockeys mit einer Flagge zurückwinkt, nicht auf der Bahn war, bemerkte mit Ausnahme von Sylvain Ruis, der sein Pferd Wild Harmony anhielt, kein Reiter, dass es Fehlstart gegeben hatte. Alle ritten bis ins Ziel ihre Pferde aus, es gewann Sandrino vor Urgestein und Lord of House.
Die Rennleitung beriet lange, was zu tun sei. Man annulierte das Rennen und zahlte alle Einsätze zurück. Das Team des Gestüt Schlenderhans und auch das von Wild Harmony wollten zunächst noch einmal laufen, doch dann verzichtete man darauf.
Im Rennen für die dreijährigen Stuten über die Meile in Niederrad siegte trotz eines unglücklichen Rennverlaufs die von Toni Potters trainierte Lokalmatadorin Skagen. Genau auf der Linie hatte Sylvain Ruis mit der Dashing Blade-Tochter die Favoritin Alajana gestellt. Dritte wurde Werner Hefters Demerara.
Zuvor hatte im 1300 Meter-Dreijährigenrennen in Niederrad der im Besitz von Guido Schmitt stehende England-Import Beacon Hill (Eduardo Pedroza) aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho ganz leicht gegen den Favoriten Caesarion und den Auenqueller The Big gewonnen. Caesarion war allerdings gehandicapt ins Rennen gegangen, er musste an der Startstelle neu beschlagen werden.
Eine Favoritenniederlage gab es im Meilenrennen für die Dreijährigen, als der Auenqueller Zantano dem Wöhler-Schützling Kahoon unterlag. Dritter wurde hier Ipos aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel.
In Düsseldorf gab es eine 1400 Meter-Prüfung für die dreijährigen Pferdedamen. Hier gewann Start-Ziel die von Andreas Suborics gerittene Kiss Royal (Foto). Die Exceed and Excel-Tochter aus dem Stall von Trainer Manfred Hofer kam als 44:10-Chance nie in Gefahr und siegte leicht mit Längen Vorsprung. Dahinter kamen mehrere Pferde fast auf einer Linie durch das Ziel. Zweite wurde First Light knaopp vor der Auenquellerin Burgund.
Im zweiten Dreijährigenrennen auf dem Grafenberg, das über 1700 Meter führte, siegte erwartungsgemäß der 17:10-Favorit Ever Strong (Andreas Suborics), der diesmal vor Grande Amore blieb, die bei seinem Debüt noch die Siegerin gewesen war. Diego komplettierte auf dem dritten Platz die Favoritendreierwette.
Im Leipziger Dreijährigenrennen siegte mit Baltic (Steffi Hofer), der erstmals Scheuklappen trug, ein Pferd aus dem Quartier von Mario Hofer. Der Where or When-Sohn von Werner Heinz siegte gegen die Favoriten Naaseh und Fever Danon, der sich den dritten Platz noch mit dem tschechischen Gast Great Energy teilen musste.










