Im Alter von 79 Jahren ist am Samstag in Frankfurt Richard Becker gestorben, journalistisches Urgestein der FAZ und dem Rennsport Zeit seines Lebens immer sehr eng verbunden.
35 Jahre lang arbeitete er als Reporter für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15 Jahre lang war er bis 2006 für den „Rhein-Main-Sport“ zuständig.
Die nicht mehr existierende Rennbahn Niederrad war seine Leidenschaft und Passion, Becker verfasste mehrere Bücher über den Rennsport.
Zwischen 2003 und 2008 lief für den Stall BERUTU, Becker war hier Mitbesitzer, die Stute Golden Rose, später deren Tochter Golden Touch. Golden Rose war siebenfache Siegerin, kam auf ein GAG von 89 Kilo. 2006 siegte die Stute in Krefeld im „Henkel Schimmel Derby“, einem Rennen nur für Schimmel. Unvergessen.
In einem Nachruf schreibt „seine“ FAZ über ihn: „Richard Becker lebte für den Sport. Und für die Sportredaktion der F.A.Z. Selbst nach seinem Eintritt in den Altersruhestand meldete er sich immer wieder. Geradeheraus, wie zuvor als Redakteur und Autor, ungeschminkt und mit keinem Wort zu viel über all das, was ihm missfiel im Sport – und in der Berichterstattung.
Mag sein, dass der gebürtige Saarländer in seiner 35 Jahre langen Karriere auch als Reporter der F.A.Z. in der Fußball-Bundesliga, bei Europa- und Weltmeisterschaften manchem auf die Füße stieg. Etwa den Granden von Eintracht Frankfurt quasi vor der eigenen Haustür, auch Basketball-Funktionären, Bobfahrern, Handballprofis oder Tennis-Heroen. Der Pferdeliebhaber saß dabei aber nie auf dem hohen Ross.“
Im Verein Frankfurter Sportpresse war Becker viele Jahre lang ehrenamtlich tätig. Becker pendelte, so lange es die Gesundheit zuließ, zwischen Frankfurt und seiner zweiten Heimat Spanien.












