Auftakt zur Saison 2010 in Halle und das auch noch als Alleinveranstalter. Möglich gemacht hatte dies die Fußball-WM in Südafrika, eine Konkurrenz, die doch so einige andere Bahnen von einer Veranstaltung abgeschreckt hatte. Aber auch Halle konnte sich der Attraktivität der WM mit der Begegnung Deutschland-England natürlich nicht entziehen.
Daher hatte man den Beginn seines Renntages auf 11.30 Uhr vorverlegt. Im Mittelpunkt standen zwei mittlere Ausgleiche, die zunächst ein Formpferd und später einen Jahresdebütanten vorne sahen.
Den über 1500 Meter führenden Ausgleich III entführte For Pro (85:10)in den Großenknetener Stall von Hans-Heinrich Jörgensen (Foto zusammen mit Andre Best, der mit seinen Pferden eine ausgezeichnete Saison absolviert.
Andre Best, der in der laufenden Saison auf vielen der Jörgensen-Pferde im Einsatz, steuerte den Hengst zum zweiten Sieg der Karriere und ließ seinem ständigen Verfolger Jiffies Flyer keine Chance. Den Grundstein zum Erfolg legte For Pro bereits am Start des Rennens, das mit der Flagge gestartet wurde, als er zusammen mit Jiffies Flyer am besten begonnen auf die Beine gekommen war (Video ansehen).
Einen Einstand nach Maß in die laufende Saison legte der von Rudolf Storp in Beleen vorbereitete Focus (100:10) im Ausgleich III über 2200 Meter hin, als er mit Anna-Katharina Brommann als Jahresdebütant in einem ganz engen Finish gegen die formstarke Rose of Deploy die Oberhand behielt. Seinen letzten Treffer hatte Focus übrigens vor acht Monaten an gleicher Stätte erzielt, allerdings eine Klasse tiefer (Video ansehen).
Technische Gründe und einige unerfahrene Pferde sorgten dafür, dass der Start zum ersten Rennen mit sechzehn Minuten Verspätung erfolgte. Dies ausgerechnet an einem Tag, der wegen der Fußball-Konkurrenz eigens am Vormittag begonnen hatte, um den Zuschauern die rechtzeitige Heimkehr nach Hause zu ermöglichen. Da stimmte es aus Sicht der einheimischen Besucher wenigstens etwas versöhnlich, dass es zum Auftakt des Renntages durch Kariba(70:10) einen Hallenser Sieg gab. Die Stute, die bereits Ansätze geboten hatte, rechtfertigte damit das Vertrauen von Trainerin Angelika Glodde und gewann unter Piotr Krowicki nach einem Rennen aus dem Vordertreffen leicht.
Einheimische Interessen kamen auch im ersten der drei Ausgleiche IV zum Zuge, als Diva L` amour (67:10) gegen My Xaar In Blue gewann, gehört die fünfjährige Stute, die als jetzt dreimalige Saisonsiegerin beste Werbung für ihren Trainer Uwe Stech macht, doch einer Besitzergemeinschaft um den Hallenser Peter Wiedenhöft. Der zweite wurde zu einer Angelegenheit der Gebrüder Zschache. Andreas Zschache ist Züchter und Besitzer von Pachomius (48:10, den Bruder Christian vorbereitet und der vor den Außenseitern Maceio und Seidnitzperle gewann. Als Siegreiter zeichnete Pascal Jonathan Werning, der sich bei dem Ritt allerdings eine Verletzung zuzog, die weitere Einsätze nicht mehr zuließ.
Den dritten und letzten Ausgleich IV entschied Desert Devil (35:10) aus dem Stall von Neutrainer Hardy Hötger nach starker Schlussleistung zu seinen Gunsten. Steffi Hofer saß im Sattel des Neunjährigen, der seinen ersten Saisonerfolg erzielte, ganz außen über die größten Reserven gegenüber Prima Directa sowie Indian Prince verfügte und seiner Reiterin zum 43. Jahrestreffer und damit wieder zur Führung im Jockey-Championat verhalf (Video ansehen).
Die abschließende Prüfung ging durch Senorita Lomita und Marvin Suerland in den Iffezheimer Stall von Gerald Geisler. Der hohe Favorit Soum konnte sich nur noch auf den zweiten Platz vorarbeiten, den Sieger aber nicht mehr stellen. Manuela Murke kam unmittelbar nach dem Start aus dem Sattel von Walk of Fame, blieb aber zum Glück unverletzt.
4.500 Zuschauer wohnten dem Renntag in Halle bei, der Umsatz lag knapp über 100.000 Euro.











