Steffi Hofer mit dritter Schiergen-Wahl zum 2. Listensieg

Die Führung in der Jockeystatistik hat sie quasi seit Saisonbeginn inne. Sie gewinnt aktuell mehr Rennen als jede andere deutsche Reiterin und ist die beste Sattelkünstlerin, die dieses Land bisher hervorgebracht hat.

Bei Steffi Hofer läuft es. Auch auf Black Type-Level. Nach dem Listensieg mit Earlsalsa Anfang Mai in München, schlug sie nun mit der Fährhoferin Nianga in Mülheim zu.

In der Listenprüfung über 2200 Meter, die mit 20.000 Euro dotiert war, war die Lomitas-Tochter eigentlich nur die dritte Wahl aus dem Trio des Asterblüte-Stalles von Peter Schiergen, denn alles hatte mit der Bona-Lady Lagalp (Filip Minarik) gerechnet und auch Serienhoehe (Andrasch Starke) hatte man stärker eingeschätzt.

Doch im Finish hatte Nianga schließlich die größten Reserven, setzte sich sicher, mit einem Hals-Vorteil gegen ihre Trainingsgefährtin und klare Toto-Favoritin Lagalp durch, die vom letzten Platz noch schnell wurde. (Video ansehen)

Dritte wurde die Außenseiterin Forever Nadine, die lange sogar noch mehr zu erreichen schien. Dagegen hatten Serienhoehe, die Vierte wurde, und auch die Französin Serva Padrona, die schon vor Erreichen der Geraden in Schwierigkeiten war, früh keine Chance mehr auf den Sieg.

83:10 zahlte Nianga am Toto, zuletzt war sie in einem ähnlichen Rennen auf dem Raffelberg Vierte geworden. ‚Ich sollte sie unterwegs schön verstecken, in der Geraden hat sie alles gegeben, das war ein Super-Rennen‘, freute sich die Tochter von Trainer Mario Hofer.

Hochzufrieden war auch Andreas Löwe mit dem Laufen von Forever Nadine. ‚Wir wollten Black Type bekommen, und das haben wir erreicht. Es war ja kein unerheblicher Sprung, doch Terry hat ihr alles bestens eingeteilt, das war toll‘, so der Kölner Trainer nach dem Rennen.

Auch Sieg-Trainer Peter Schiergen war mit dem Erfolg natürlich hochzufrieden: ‚Ich hatte vor dem Rennen schon einige Hoffnung auf ein starkes Laufen von Nianga, war mir sicher, dass sie sich jetzt anders präsentieren würde. Sie hat in der Arbeit einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Auch Lagalp ist stark gelaufen‘.

Beide Stuten besitzen eine Nennung für den Preis der Diana am 01. August in Düsseldorf und sollen das Gruppe I-Rennen auf dem Grafenberg auch ansteuern. Während Lagalp bei RaceBets.com schon vor dem Start am Samstag zur der Favoritengruppe für die Diana zählte, schob sich Nianga erst nach dem Listen-Erfolg in diese Position. War die Stute vor 48 Stunden für die Diana noch für 500:10 zu wetten, steht sie jetzt nur noch 150:10.

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