Vorentscheidung in der Wintermeisterschaft der Amateure

Ist schon eine Art Vorentscheidung in der laufenden Wintermeisterschaft der Amateure gefallen. Sicher kann man sich zu diesem Zeitpunkt, der gerade einmal die erste Halbzeit dieses Traditionswettbewerbs darstellt, natürlich noch nicht sein. Doch spricht nicht wenig dafür, dass Olga Laznovska mit ihrem zweiten Sieg einen guten Schritt hin zum Gewinn getan hat. Zwar stehen noch einige Läufe aus, doch die derzeitigen 28 Punkte kann ihr niemand mehr nehmen.

Lediglich im dritten Lauf war die Lebensgefährtin von Trainer Dirk Baltromei ohne Punkte geblieben, die ihre Führung in erster Linie den beiden Siegen des in Trainerbesitz befindlichen Crespo (Foto) verdankt. Zu Silvester hatte Laznovska zum ersten Mal im Mittelpunkt einer Siegerehrung gestanden, als sie mit jenem Crespo die Konkurrenz hinter sich gelassen hatte.

Damals hatte sie noch etwas Glück gehabt, da der Reiter des Hauptkonkurrenten Point Pleasant in der Zielgeraden seine Peitsche verloren hatte und somit sein Pferd nicht mehr entscheidend motivieren konnte. Derlei war am heutigen Tag nicht nötig, denn Crespo, der über namhafte Geschwister verfügt, war eine Klasse für sich und fertigte um Längen ab.

Im Ziel betrug sein Vorsprung glatte vierzehn Längen gegenüber Sweet Devil, der sich deutlich gefördert präsentierte und sich für künftige Aufgaben empfahl.

„Mit meiner Frau läuft er besonders schnell, das kann man schon ohne Übertreibung sagen. Auch beim letzten Start in Dortmund, wo er Dritter zu guten Pferden war, hat er sein Soll erfüllt. Der Bursche besitzt Klasse und kann halt laufen Ich hatte eigentlich gedacht, er sei ein Steher, doch muss ich mich da wohl korrigieren“, erklärte Dirk Baltromei, der noch immer ein wenig damit liebäugelt, in Crespo einen Nachfolger des unter seiner Regie zum siebenmaligen Sieger aufgestiegenen New Fan, der danach den Stall verlassen hat, aufzubauen.

„Vielleicht tritt er noch einmal an, möglich wäre ein Start in einem der Super Handicaps in Dortmund am 28. Februar, aber darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ansonsten freue ich mich schon auf die Grasbahn-Saison“, ergänzte Dirk Baltromei, den alle Welt nur Pinkie ruft.

Clarissa Werning, die mit Sabia als Dritte hinter Sweet Devil und Lydia Lammers ins Ziel gekommen war, hat sich dank der vier Punkte, die es für diesen Platz gab, Rang zwei in der Gesamtwertung gesichert, weist mit ihren sechzehn Zählern aber schon einen deutlichen Rückstand auf die führende Olga Laznovska auf. Die weiteren Punkte gingen an Metal Band als Vierter, was für Birte Weber zwei Zähler bedeuteten, während der fünftplatzierte San Martino für Mareike Hagemann den letzten Punkt beisteuerte.

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