HK: Drei Championship-Gewinner und ein Suborics-Treffer

Happy Valley, die Stadt-Rennbahn von Hong Kong, war am Mittwoch Schauplatz eines großen Spektakels kurz vor den International Races. In der Cathay Pacific International Jockeys´ Championship (200.000 HK-Dollar dem Sieger, 100.000 HK-Dollar dem Zweiten) war auch Deutschland vertreten.

Andreas Suborics (Foto), Zweiter in 2002 und 2006, in den vergangenen Wochen in Japan aktiv, bekam die Chance, sein Können vor vollen Rängen hier zu demonstrieren. Zwar reichte es nicht zu einem Volltreffer in der drei Rennen umfassenden Serie, doch im Asia Handicap (1.150.000 HK-Dollar, 1000 m) landete der Österreicher einen Sieg.

Auf dem von PF Yiu trainierten Diamond Brilliance überspurtete Suborics mit enormem Speed und nach bester Einteilung die Konkurrenz noch mehr als sicher und kassierte seine Prozente am Siegpreis von 655.500 HK-Dollar (rund 5000 Euro für den Jockey). Mit 146:10 konnten sich auch die Wetter über eine lukrative Quote freuen.

Im einleitenden Lauf der Jockeys-Championship, einem über 1650 Meter-Handicap, ausgestattet mit 812.500 HK-Dollar, bewies der Franzose Christophe-Patrice Lemaire seine große Klasse. Auf dem 50:10-Mitfavoriten Bobo Win rollte er von achter Position das Feld regelrecht auf. Mit gewaltigem Speed rauschte der Stalljockey des Aga Khan auf dem Schützling von Derek Cruz noch an dem Favoriten Perfect Ten (Howard Cheng) und Mainland Shuttle (William Buick) vorbei.

Andreas Suborics saß mit dem ca. 210 am Toto stehenden Liverbird zwar auf einem aktuellen Formpferd, doch hatte er das Pech Startbox zwölf ganz an der Außenseite zu erwischen. Nur zögerlich fand dieses Team ins Rennen, kam als eines der hinteren Pferde ab und blieb zunächst an vorletzter, dann an drittletzter Position. Mitte der Geraden hatte Liverbird einen kurzen Moment, doch dann war der Achtjährige schnell ohne Chance und endete im geschlagenen Feld.

Im zweiten Durchgang, einem 1800 Meter-Handicap (812.500 HK-Dollar Dotierung) stand Suborics auf Rocket And Gold (ca. 50:10) in der Rolle des Co-Favoriten, doch aus hinteren Regionen packte der aus der Außenbox gestartete Wallach nur unwesentlich an und schaffte es nur noch ins Mittelfeld.

Dagegen trumpfte der am Toto am stärksten unterstützte Master Dreamer unter dem irischen Spitzenjockey Johnny Murtagh riesig auf, der sich zur Quote von 42:10 völlig souverän von Jolly Wongchoy löste, der von dem Ex-Kölner Andreas Schütz (der Trainer landete zuvor schon einen vierten Rang mit North Hill, hat in dieser Saison vier Siege auf dem Konto) vorbereitet wird.

Lange hatte dieser deutlich das Geschehen bestimmt, ehe er unter Matthew Chadwick noch überlaufen wurde, während Hugh Bowman im Sattel von Olympicship Dritter wurde.

Vor dem Finallauf, einem über 1650 Meter führenden 1.105.000 HK-Dollar-Handicap, war noch völlig offen, wer den Siegerscheck von 200.000 HK-Dollar kassieren würde. Beinahe hätte Andreas Suborics es noch auf das Treppchen geschafft, wenn er mit dem Mitfavoriten Moon Chaser (Trainer P. O´Sullivan) gewonnen hätte.

Und der Jockey aus Deutschland hatte nach einem Rennen aus dem Vordertreffen den Sieg schon vor Augen, wurde nach Zielfoto-Vergrößerung aber doch noch mit einer Nase von Ryan Moore auf dem 403:10-Außenseiter Ming´s Hero abgefangen. Rang drei ging an Lasker (Matthew Chadwick).

Kuriosum: Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Wettbewerbs teilten sich gleich drei Jockeys mit jeweils zwölf Punkten die Prämien (jeder bekam 100.000 HK-Dollar, knapp 10.000 Euro) – Christophe-Patrice Lemaire, John Murtagh und Ryan Moore, womit alles fest in europäischer Hand war.

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