Einen klaren „Rausgucker“ gab es nicht im St. Leger in Dortmund, der Favorit (Ordenstreuer) notierte am Toto mit 43:10, was belegt, dass fast alle Pferde eine Chance haben mussten. Auf dem grünen Rasen sah die Sache dann jedoch ganz anders aus. Verantwortlich dafür war der von Hans Blume trainierte Acatenango-Sohn Sassoaloro (Foto).
Der Fünfjährige, der schon im Bosphorus-Cup in Istanbul ein starkes Rennen gelaufen war, spazierte regelrecht zu seinem ersten Gruppesieg, hatte im Ziel einen Vorsprung von vier Längen. Den Richterspruch „leicht“ hätte man ebensogut auch in „überlegen“ ändern können, denn in Gefahr kam der Hengst, nachdem er im Einlauf die Spitze übernommen hatte, eigentlich zu keinem Zeitpunkt.
Für seinen Jockey Terry Hellier war es einmal mehr ein Big Point. Der 43jährige hatte schon vor zwölf Monaten in diesem Klassiker triumphiert, damals noch mit dem Ostmann-Schützling Valdino. Dieser war am Sonntag auch wieder mit von der Partie, landete einmal mehr in dieser Saison aber nur unter ferner liefen. Auch die erstmals angelegten Scheuklappen zeigten keine Wirkung, der Wallach gibt aktuell wirklich Rätsel auf.
„Ich hatte die Order, im Vordertreffen zu gehen, das konnte ich optimal umsetzen. Es gab eigentlich nur zu Beginn der Geraden einen kurzen Moment, wo er keinen Platz hatte, aber dann hatten wir freie Bahn und es ging ganz leicht. Er ist ein richtig gutes Pferd“, so Hellier nach dem Rennen. Hinter dem Sieger, der nun noch einmal in Frankreich starten könnte, sprang Night of Magic als Vertreterin des Derbyjahrgangs für Ordenstreuer ein, der schon früh geschlagen war und bei dem sich wohl doch die Pause seit Hamburg bemerkbar machte.
„Sie hatte am Anfang etwas mit ihrem Reiter gekämpft, deshalb vielleicht nicht ganz so einen starken Speed gezeigt wie sonst, aber sie ist gut gelaufen“, so Trainer Horst Steinmetz, der die Stute noch einmal in Italien aufbieten will. Mit Tarkheena Prince, der nicht besser laufen konnte, kam ein Außenseiter auf den dritten Platz. Er hatte knapp das bessere Ende gegenüber Caudillo, hinter dem El Comodin Fünfter wurde. „Das war super, er ist ein starkes Rennen gelaufen“, so Claudia von der Recke, die ihren Ehemann Christian vertrat.











