Tequila Arrogance und Nearly Perfect die Rahmen-Stars

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: So lautet ein altes Sprichwort. Bis weit in den Einlauf kämpften die beiden Favoritinnen Ruby Light und Maybe in der Dreijährigen-Prüfung am Sonntag in Neuss um den Sieg. Doch mit großen Reserven erwies sich noch der von Horst Steinmetz vor Ort vorbereitete Tequila Arrogance (Andreas Helfenbein) als Spielverderber.

Hauchdünn bekam er die Ammerländerin Ruby Light noch zu fassen, während Maybe zuletzt abreißen lassen musste. 60:10 gab es auf den siegreichen Perceive Arrogance-Sohn. Es passte sicher sehr gut, dass ausgerechnet Horst Steinmetz das Nicaron-Rennen gewann, hatte er doch den einstigen Derbysieger vorbereitet.

Man brauchte schon ein gutes Gedächtnis, um sich an den letzten Erfolg des von John Waren trainierten Pharax zu erinnern. Über vier Jahre lag dieser zurück. Doch am Sonntag beendete der Zehnjährige unter Katharina Daniela Werning diese Durststrecke mit seinem Sensationssieg im einleitenden 1500 Meter-Handicap zur Quote von 249:10 gegen Contas und die Favoritin Landpower.

Eine Bereicherung in diesem Winter bleibt unverändert der von Peter Hirschberger trainierte Fifty, der im Ausgleich III seinen dritten Treffer schaffte. Vor Go Directa und Saint Jean ging der 30:10-Favorit mit Wladimir Panov im Sattel auf und davon. Das Team Panov/Hirschberger war auch in einem 1900 Meter-Handicap mit Chamberley (46:10) nicht zu beeindrucken.

Wie es sich für einen 15:10-Favoriten gehört, beeindruckte der Ebbesloher Nearly Perfect (Foto, Paul Johnson) zum zweiten Mal in einem Lauf der RaceBets.com-Hürdenserie und dürfte vor einer versprechenden Zukunft im Hindernis-Metier stehen.

Der Schützling von Peter Schiergen gehörte stets zu den vorderen Pferden, und der Royal Dragon-Sohn verteidigte seinen Vorteil locker gegen den dreimal in diesem Winter erfolgreichen Nardello, während weit zurück Maniac knapp gegen Martimix das dritte Geld verteidigte.

In die Kategorie Sensation fiel der zweite Tagestreffer von Trainer Jan Pubben. Nach zwei schwachen Vorstellungen hatte man im Final-Lauf zum Fährhof Nachwuchs-Cup kaum mit Bentos (292:10, Tarkan Vardik) gerechnet, der mit unglaublichen Reserven an Limerick Lad und Night Shuffle vorbeiflog.

In der Gesamtwertung hatte das keine großen Auswirkungen mehr. Marvin Suerland behauptete mit 26 Punkten die Pole-Position vor Fabian Xaver Weißmeier (500 Euro) und Annika Rosenbaum (300 Euro) und darf sich nun auf eine dreiwöchige Reise nach Südafrika mit Aufenthalt bei mehreren Top-Trainern freuen.

Sehr formgemäß endete die Wettchance des Tages, in der der von Ira Ferentschak trainierte Favorit Kimbar (Andreas Helfenbein, 39:10) im Canter vor Star of King, Running Girl und Kara´s Boss blieb. Die Viererwette zahlte 7199:10 Euro.

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