Riemer Steher Criterium: Viel spricht f?r Aufsteiger Sereth

„Jetzt gehen wir zum Criterium der Steher nach München“, hatte Trainer Jens Hirschberger unmittel­bar nach dem ausgesprochen leichten, im Grunde überlegenen Sieg im Ausgleich III in Köln unter Stephane Pasquier geäu­ßert. Um anzufügen, dass sein Schützling nach der Kastration nun das zu zeigen beginne, was man schon immer von ihm erwartet habe, und dass noch mehr an Potenzial vorhanden sein.

Die Verantwortlichen um den Schlenderhaner scheuen selbst die nur zehn Tage nach Köln nicht und bieten Sereth nun in einer deutlich anspruchsvolleren Aufgabe am Mittwoch in München auf. Mit Olivier Peslier (Foto) verpflichteten sie zudem einen international hocherfolgreichen Reiter, der als ein zusätzli­ches Plus gilt, was die Favoritenrolle bedeuten sollte.

Gewonnen hat er allerdings noch nicht, denn die Konkurrenz kann sich sehen lassen. Vor allem im Lengericher Stall von Dr. Andreas Bolte blickt man dieser Prüfung mit Zuversicht entgegen, hat man doch vor einem Jahr mit Caudillo den Sieger gestellt und ist heuer mit Pompidou und Belle Hernando gleich zweimal vertreten.

Verpflichtet für die Hernando-Tochter wurde Andreas Boschert, der vor zwölf Monaten auch der Siegreiter von Caudillo war, also als „Titelverteidiger“ antritt. Die Stute hat sich auf Listen-Ebene mit Platz drei bereits in Szene setzen können und steht rechnerisch sehr günstig im Rennen, so dass sie in alle Überlegungen gehört.

Sie darf man mit Sereth in der Entscheidung erwarten, zumal sie den Riemer Kurs kennt, denn genau vor einem Jahr hat sie an diesem Tag in Riem über die heute verlangten 2200 Meter mit Andreas Boschert gewonnen. Pom­pidou kommt erstmals seit Juli wieder an den Start. Verantwortlich für die zweimonatige Pause war eine Augeninfektion, die inzwischen ausgestanden ist.

Wiedergutmachung erwarten die Verant­wort­lichen der fünfjährigen Shades of Beide sowohl von der Stute als auch vom Reiter. So lieferte sie am vergangenen Dienstag in einem französischen Gruppe-Rennen eine Leistung ab, die in keiner Weise ihren Möglichkeiten entsprach, während der Jockey nach eigener Aussage im Düsseldorfer Steher-Preis die Stute „verknallt hat“.

Höchstgewicht trägt Dwilano, ein vierjähriger Hengst aus dem kleinen Kölner Stall von Peter Remmert, der sich mit Jockey Marvin Suerland ausgezeichnet versteht. Wie Belle Hernando hat auch die von Axel Kleinkorres vorbereitete Sweet Montana be­reits erfolgreich Bekanntschaft mit dem Riemer Kurs gemacht.

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