Mit einem GAG von 96 Kilo stand der Ittlinger Donaldson (Foto) im Coolmore Stud-Baden-Baden-Cup, einem Listenrennen über 2000 m, am Freitag in Iffezheim rein rechnerisch klar heraus. Und der Lando-Sohn aus dem Stall von Peter Rau wurde dieser Rolle auch glanzvoll gerecht. Torsten Mundry servierte dem 21:10-Favoriten ein störungsfreies Rennen, beorderte ihn sofort ins Vordertreffen.
Allerdings überließ er dem Norweger Miyasaki die Pole-Position, reihte sich direkt dahinter ein. Auch der vermeintliche Hauptkonkurfrent Santiago galoppierte dichtauf vor dem innen postierten Außenseiter Abacco, am Schluss sah man Inter Mondo. Im Einlauf hatte Donaldson den Piloten Miyasaki bald abgelöst und eroberte die Spitze.
Nur Santago konnte ihm folgen, schien auch kurz über den Favoriten hinwegzuziehen, aber Donaldson stand unter Torsten Mndry wacker durch, kam überaus sicher nach Hause.
‚Jetzt geht er in den Preis der Deutschen Einheit nach Hoppegarten, könnte vorher noch ein Gruppe III-Rennen in Frankreich bestreiten‘, erklärte Manfred Ostermann. Santiago unterlag in allen Ehren. ‚Der Boden hätte wecher sein sollen‘, meinte Hans-Albert Blume.
Sensationell raufte Abacco innen Rang drei nach Hause, der es rechnerisch alles andere als leicht hatte. ‚Da sind die Sterne vom Himmel gefallen‘, freute sich Christof Schleppi. Inter Mondo packte vom letzten Platz noch gut an, während Dwilano einen Moment an der Außenseite nicht durchstand. Romandie und Miyasaki bauten deutlich ab.
Weiter enorm verbessert ist Dirk Austmeyers Trigeminus, der mit Roman Mackowiak im Sattel im Preis des Murgtals (Listen-Hürdenrennen) Start-Ziel eine imponierende Vorstellung gab und Serge sowie Laren auf die Plätze verwies.
Der Favorit Maxxwell, der Dritter zu werden schien, kam am letzten Hindernis zu Fall. Im Rahmenprogramm gab es zwei Treffer für die junge Reiterin Janina Reese und Stall Steintor-Chef Otto-Werner Seiler mit Semicolon und Kenianerin.
Wo will dieser Itzmo noch hin? Beim sechsten Start in dieser Saison gelang dem Schützling von Göddert Sybrecht im Ausgleich I sein sage und schreibe fünfter Treffer gegen König Speed und Florentiner, nur ein Versuch in Frankreich brachte nichts ein.
‚Er ist wieder genauso gut wie Mitte dreijährig. Durch die Kastration hat er wieder zu seinem Leistungsvermögen zurückgefunden. Jetzt gehen wir in ein Listenrennen, das ist ja nur logisch. Mir ist völlig schleierhaft, dass Henk Grewe so wenig Ritte bekommt, er reitet sehr gut‘, lobte der Hannoveraner auch den Jockey.
949.597 Euro flossen durch die Kassen des Clubs, das ist im Schnitt pro Rennen ein Minus von 10 Prozent. 11.200 Zuschauer sahen die Rennen am Freitag (Vorjahr: 12.100).











