Well done Etzean! Deutscher Sieg in 750.000 Dollar-Race

Eigentlich sollte der 11. August in Chicago im Zeichen des Gestüts Ittlingen stehen. Eigentlich. Doch Manfred Ostermann machte Axxos kurzfristig zum Nichtstarter, sagte den geplanten Start in Amerika ab.

Macht nichts. Denn das Gestüt Etzean ist eingesprungen. Auch ohne den Ittlinger Axxos gab es für die deutsche Zucht im Arlington Park mächtig Grund zu feiern.

Die mit 750.000 Dollar dotierten Beverly D Stakes gingen nach einem Wimpernschlag-Finale mit einem Kopf-Vorteil an Royal Highness. Diese ist eine fünfjährige Monsun-Tochter aus der Zucht des Gestüt Etzean. Satte 102:10 gab es auf den Sieg von Royal Highness (Rene Douglas), die nach 2000 Metern die Favoritin Irridescence aus dem Stall von Mike de Kock hinter sich gelassen hatte.

Die Beverly D Stakes, die man auch lange für Touch My Soul (Besitzer ist wie bei Irridescence das Team Valor) ins Auge gefasst hatte, sind ein Gruppe I-Rennen und werden auf Gras gelaufen.

Royal Highness wechselte als Jährling in Baden-Baden in französischen Besitz und begann ihre Karriere unter der Obhut von Pascal Bary. Als Dreijährige landete die Monsun-Tochter nie außerhalb der Platzierung, gewann ein Gruppe II-Rennen in Saint-Cloud und wurde Dritte im Prix Vermeille. Als Vierjährige wurde die Stute Zweite im Prix Ganay und erneut Dritte im Vermeille, um danach nach Amerika verkauft zu werden.

In Amerika ist Christophe Clement für Royal Highness verantwortlich. Clement erreichte mit der nun Fünfjährigen einen weiteren Gruppesieg und zahlreiche Platzierungen. Bereits vor dem Erfolg im Rahmenprogramm der Arlington Million am Samstag galoppierte die Stute mehr als eine halbe Million Dollar in die Kassen ihrer Besitzer. Bei 14 Starts bringt es die Stute nun auf vier Siege und eine Gewinnsumme von 987.081 Dollar.

Royal Highness Mutter, die Nashwan-Stute Reem Dubai, bekam in diesem Jahr ein Fohlen von Hawk Wing und ist tragend von Shirocco.

Interessant: Royal Highness war im selben BBAG-Angebot des Gestüts Etzean wie Manduro, wuchs mit diesem in einem Jahrgang in Etzean auf. Manduro versucht sich bekanntlich am Sonntag im Prix Jacques le Marois, könnte ein grandioses Wochenende für Monsun und das Gestüt Etzean als Aufzuchtstätte komplettieren.

Ein Rennen vor den Beverly D Stakes gingen die Secretariat Stakes auch trotz der Abwesenheit von Axxos an ein lange in Europa trainertes Pferd. Nach 2000 Metern hatte der dreijährige Dr. Fong-Sohn Shamdinan (58:10), zuletzt noch bei Alain Royer Dupre im Stall, die Nase vorn.

Der ehemalige Aga Khan-Schützling war zuvor Neunter im Irish Derby und Dritter in Frankreichs Pendant gewesen, trug am Samstag erstmals die Farben der Triple B Farms und wird mittlerweile von Doug O´Neill in den USA trainiert.

Mit Red Giant und Going Ballistic landeten zwei Amerikaner auf den Plätzen hinter Shamdinan, während der favorisierte Admiralofthefleet aus dem O’Brien-Stall im entscheidenden Moment nicht mehr zulegen konnte.

In der eher überschaubar besetzten Arlington Million schrammte der neunjährige The Tin Man nur knapp an einer historischen Titelverteidigung vorbei, musste sich erst auf den letzten Metern der 86:10-Chance Jambalaya geschlagen geben. Dritter wurde der von Richard Gibson nach Chicago geschickte Doctor Dino unter Johnny Murtagh.

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