Der dritte Rang hätte gereicht und Gestüt Park Wiedingens Soldier Hollow wäre in den Club der „Euro-Turfmillionäre“ aufgestiegen. Doch der siebenjährige In The Wings-Sohn ist kein Freund halber Sachen. Das hat er in seiner Laufbahn schon so oft bewiesen. Und so zeigte er sich im Großen Dallmayr-Preis zum Höhepunkt des Riemer Rennjahres und auf einem nahezu überfüllten Hippodrom von allerbester Seite.
Als Andrasch Starke mit dem von Peter Schiergen trainierten Hengst Mitte der Geraden zur Stelle war, mussten die Konkurrenten, zu diesem Zeitpunkt angeführt von Godolphins Formal Decree, ganz schnell passen.
Der bereits 2005 in dieser Gruppe-I-Prüfung erfolgreiche Klassehengst war am Ende mit souveränen drei Längen voraus, stieg nach Turfkönig zum erst zweiten Doppelsieger dieses „Bayerischen Hightlights“ auf. Es war der insgesamt vierte Gruppe I-Treffer von Soldier Hollow und der 1600 Erfolg für Andrasch Starke.
Es war auf der Heimatbahn ein großer Tag für Besitzer und Züchter Helmut von Finck, natürlich auch für Trainer Peter Schiergen und Andrasch Starke, denn dieses Trio war auch im Listen-Rennen mit der Galileo-Tochter Namibia und später noch mit Amazing Dragon erfolgreich gewesen.
Die Ehrenpreise erhielt das siegreiche Trio nach dem Großen Dallmayr-Preis aus den Händen der Familie Wille, die bereits seit 31 Jahren in München als bedeutender Sponsor auftritt. Assistiert wurden sie von Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller.
„Gigantisch, was Soldier Hollow gezeigt hat“, kam es aus Soldier Hollows Besitzer heraus. Dann stellte er klar, dass es definitiv die letzte Saison seines „Millionärs“ ist. „Er wird 2008 wahrscheinlich in einem deutschen Gestüt aufgestellt, in Baden-Baden während der Großen Woche werde ich die Öffentlichkeit genauer informieren“, ließ Helmut von Finck wissen.












