Schulepovs n?chste Gro?chance in dem Stuten-Highlight

Zu den jüngsten Jockeys zählt er mit seinen 48 Jahren nicht mehr. Doch 2006 erlebt Viktor Schulepov so etwas wie seinen zweiten Frühling. Der gebürtige Russe gewann bei 114 Ritten bislang 17 Rennen, war darüber hinaus 44 mal mit seinen Pferden platziert.

Zweimal schlug er auf Listen-Ebene zu, mit den Stuten Waleria und Cliffrose. Wegen einer Verletzung musste er kürzlich für einige Wochen aussetzen, verpasste deshalb einen Gruppe-Treffer mit der Gröschel-Stute im Fürstenberg-Rennen.

Am Sonntag bekommt Schulepov wieder ein chancenreiches Engagement auf gehobenem Parkett, wiederum für Erika Mäder (Foto), steuert die Stute Deauville in Hannover im Großen Preis der Dr. Duve Inkasso. 20.000 Euro stehen über diesem Listenrennen für dreijährige und ältere Ladies. Bei der Jagd nach Black Type platzt das Starterfeld aus allen Nähten, wurden 15 Stuten als Starterinnen angegeben.

Die bereits angesprochene Deauville kehrte zuletzt in einem gut besetzten Altersgewichtsrennen in Baden-Baden wieder auf die Siegerstraße zurück, als sie den guten Fulminant in Schach halten konnte. Ihre Betreuerin hielt immer große Stücke auf die Dreijährige, doch einfach wird es in diesem Riesen-Feld sicherlich nicht.

Sieben Vertreterinnen des Derby-Jahrgangs treffen auf acht Kandidatinnen der älteren Garde. Bei den jüngeren Stuten könnte die Auenquellerin Timbalada noch ein gängiger Tipp sein, zumal es bei Trainer Uwe Ostmann weiterhin gut läuft. Andreas Boschert reitet die Big Shuffle-Tochter, die in Baden-Baden einen Ausgleich II an ihre Fahnen heftete.

Allerdings ist nicht auszuschließen, dass der Sieg ins Ausland geht. Aus England reist Eoghan O´Neills Creative Mind auf die Neue Bult. Ein Handicap-Treffer und zahlreiche Platzierungen in ihrer Heimat sprechen für die Danehill Dancer-Tochter, doch war sie im Frühjahr im Düsseldorfer Henkel-Trial als Sechste chancenlos. Vielleicht klappt es beim zweiten Deutschland-Start unter Dane O´Neill besser.

Noch stärker könnte allerdings die ein Jahr ältere Französin Priere sein, die Nicholas Clement aufbietet. Bei ihrem Gastspiel in einem Listenrennen Ende August in Düsseldorf musste sie nur die stark gesteigerte Delora vor sich dulden, ließ aber Heat of the Night hinter sich, die später in Bremen erfolgreich war. Jean-Michel Breux steuert die Machiavellian-Tochter, die enorm viel Speed besitzt.

Neun Rennen erwarten die Fans am Sonntag, darunter auch ein 10.000 Euro-Maidenrennen für die Zweijährigen, ein Hürdenrennen und der Silbereiche Junioren-Preis, ein Wettbewerb für die Nachwuchsreiter.

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