Der Derbysieger in 2006 adelt das St. Leger in Dortmund

Am Sonntag ‚adelt‘ Derbysieger Schiaparelli (Foto) das unter dem Patronat der Dortmunder Stadtwerke stehende Deutsche St. Leger.
„Er hat richtig gebuckelt, ist frisch und munter um die Bahn galoppiert, ist richtig gut auf dem Posten‘, berichtet sein Trainer Peter Schiergen.

Der Dortmunder Rennverein, so begeistert er über die Teilnahme eines echten Cracks an dem Rennen sein darf, dürfte schon die größten Befürchtungen gehabt haben, ob überhaupt ein Gegner gegen Schiaparelli antreten wird.

Fünf sind es jetzt geworden, alle die, die auch am Montag stehen geblieben sind, einen weiteren konnte man erwartungsgemäß bei der Vorstarterangabe nicht hineinbitten, und die Ausländer bleiben gleich zuhause.

Doppelt vertreten ist Trainer Mario Hofer. „Schiaparelli steht natürlich außen vor“, sagt er, „meine stärkere Waffe könnte Elcanos sein“, ihn reitet der künftige Stalljockey Andreass Suborics, doch soll man seiner Meinung nach auch Atamane nicht unterschätzen. „Die Form aus Baden-Baden ist ja schließlich aufgewertet worden. Weicher Boden wäre für ihn günstig.“ Doch ob er diesen bekommen wird, war zur Wochenmitte eher unwahrscheinlich.

Peter Schiergen ist noch mit Damascena vertreten, hier könnte ebenso „Black Type“ angepeilt werden wie mit Diskretion, die sich aber lange schwer getan hat, ein Maidenrennen zu gewinnen und die sicher vor einer schweren Aufgabe steht.

Trainer Hans Blume war am Wochenende ebenso wie seine Kollegen von der Aussicht überrascht, im St. Leger auf Schiaparelli zu treffen. Mit N’oubliez jamais hatte er das Rennen, das er einst mit dem italienischen Derbysieger Ungaro gewann, aber schon lange im Visier gehabt, daran hat sich nichts geändert. Adrie de Vries reitet den ausgewiesenen Steher.

Wesentlich undurchsichtiger ist das BBAG-Auktionsrennen, in dem zweijährige Stuten über 1200 Meter antreten. Mit Westlove startet gerade einmal eine Siegerin, mehrere Kandidatinen haben überhaupt noch keine Rennbahn gesehen.

Vielleicht ist sogar der preisgünstigste Einkauf der mit der besten Chance: Who’re You hat auf der BBAG-Herbstauktion gerade einmal 5000 Euro gekostet. Zweimal war sie bereits Zweite, nicht unmöglich, dass der Sonntag für sie zum Zahltag wird.

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