Dem 18:10-Favoriten Youmzain gelang es im IVG – Preis von Europa in Köln nach einem meisterhaften Ritt von Kieren Fallon, den fast schon wie der Sieger aussehenden Egerton mit einer halben Länge in die Knie zu zwingen. Diese „halbe Länge“ spiegelt aber kaum die Dramatik wider, die sich auf den letzten einhundert Metern abgespielt hatte. Auf Rang drei folgte Enforcer nicht weit zurück vor Oriental Tiger, der riesiges Pech hatte.
Dass man Kieren Fallon ein gerüttelt Maß Anteil an Youmzains Erfolg beipflichten muss, schmälert keienswegs das große Finish, das Torsten Mundry auf Egerton (Foto) ritt.
„Leider kann nach solch einem großen Fight nur einer als Sieger hervorgehen“, meinte Egertons Betreuer Peter Rau und fügte an: „Ich habe immer gesagt, dass Egerton Großes zu leisten im stande ist. Es hat leider, wie schon beim zweiten Platz im Großen Preis von Baden 2004 auf höchster Gruppe-Ebene noch nicht gereicht. Aber er ist nahe dran. Und vor allen Dingen müssen wir froh sein, dass Egerton wieder richtig gesund ist.
Ich denke auch, dass wir in diesem Jahr noch ein, oder zweimal laufen werden. Italien ist eine Möglichkeit, aber auch über einen Auftritt in Hong Kong denken wir nach. Egerton ist ein insgesamt geschontes Pferd, da kann man diese Ziele in dieser Saison noch ins Visier nehmen.“
Gut möglich, dass Egerton erneut auf Youmzain treffen wird. Jaber Abdullahs dreijähriger Sinndar-Sohn hat nach Aussagen von Racing-Manager Bruce Raymond ebenfalls eine Gruppe-I-Prüfung in Italien und die Hong Kong Vase auf seiner Agenda stehen. „Der Besitzer fällt letzten Endes die Entscheidung“, meinte Raymond.











