Vor vier Jahren kam der gebürtige Argentinier Diego Lowther mit Noble Prize zur Goldenen Peitsche nach Deutschland und siegte. 2006 sattelte der in Frankreich ansässige Coach seinen zweiten Starter im wichtigsten Fliegerennen Deutschlands, das erstmals unter dem Patronat von bestwetten.de stand. Und dieser Linngari entführte den begehrtesten Ehrenpreis im hiesigen Turf erneut in den Stall des Coaches.
‚Er war als Sechster in Deauville schon gut gelaufen‘, erläuterte Diego Lowther, der 25 Pferde in Training hat. ‚Herman Brown, sein Trainer zuvor in Südafrika und Dubai, hatte schon signalisiert, dass 1200 Meter eine günstige Distanz für ihn ist.‘
Und wie günstig sie war! Denn unter Andreas Suborics, der zunächst als Jockey von Matrix vorgesehen war, ehe er das Angebot für Linngari bekam, servierte dem 30:10-Co-Favoriten ein glänzendes Rennen.
An dritter, vierter Position erreichte Linngari die Gerade, Matrix gab hier den Ton in diesem mit 90.000 Euro dotierten Gruppe II-1200 Meter-Rennen an.
Auch im Einlauf verteidigte sich Matrix noch länger, machte eingangs der Geraden einen Satz. Omasheriff tat sich hier schon schwer, dafür kam Linngari besser auf Touren. Soave (Adrie de Vries) musste sich erst Platz verschaffen, hatte außen einen starken Moment. Vom letzten Platz rauschte plötzlich Donatello (Johan Victoire) heran.
Doch Linngari sah schon in der Distanz wie der Sieger aus, hatte mit einer dreiviertel Länge das beste Ende für sich. ‚Jetzt gehen wir in den Prix de la Foret am Arc-Wochenende‘, kündigte Diego Lowther den nächsten Start an.
Donatello schob sich mit Riesenspeed auf den Ehrenplatz, avancierte auf passendem Boden zum besten Inländer. ‚Leider wurde er durch Soave etwas gestört, sonst hätte es vielleicht gereicht, aber das war eine starke Leistung‘, erläuterte Trainer Werner Baltromei, der auch mit dem lange standhaltenden Viertplatzierten Matrix zufrieden sein konnte.
Soave drang außen nicht ganz durch, der 23:10-Favorit wirkte nicht zwingend genug. ‚Leider lief zu Beginn der Geraden nicht alles glatt, er hatte wenig Platz‘, bedauerte Adrie de Vries.
Electric Beat spielte auf unpassendem Boden keine Rolle. ‚Es lag nur am Geläuf‘, erklärte Andreas Löwe über den Fünftplatzierten. Die Riesenaußenseiterin Zita ließ noch den geschlagenen Omasheriff hinter sich.
Andreas Suborics war an der Oos ohnehin der Mann des Tages, gewann vier Rennen.
Leider musste man beim Umsatz einen erheblichen Rückgang verkraften. Am Renntag selbst kam man trocken über die Runden, doch vor Beginn der Veranstaltung hatte es stark geregnet, was wohl viele Besucher abhielt. 11.045 Zuschauer bedeuten ein Minus gegenüber 2005, als 13.696 Besucher gekommen waren.
905.567,50 Euro flossen durch die Kassen. Der Schnitt pro Rennen ging um 12,93 Prozent zurück, von ca. 115.000 auf 100.000 Euro.












