Die Silberne Peitsche der Sparkasse KölnBonn war ein Sprinttest, bei dem es von Beginn an richtig zur Sache ging. Dafür sorgte die von Uwe Ostmann trainierte Fantastica, die als einzige Dreijährige ins Feld gegangen war und auf der der in großer Form reitende Andreas Boschert sein viertes Rennen hintereinander gewinnen wollte, nachdem er bereits die ersten drei Tagesprüfungen in Weidenpesch mit Auenschütze, Sunny Hill und Tamada für sich entschieden hatte.
Boschert gab richtig Gas, das Feld war in dem 20.000er auf Listenebene über 1200 Meter gleich weit auseinander gerissen. Einer konnte Fantatsica jedoch folgen. Das war der von Andreas Wöhler trainierte Schimmel Polish Magic, der während der Hamburger Derbywoche noch an Fantastica gescheitert war.
Diesmal jedoch war Eddy Pedroza in der Geraden bald an der Seite von Fantastica. Und auch wenn diese sich nach Kräften wehrte, auf den letzten Metern hatte Polish Magic den Widerstand der Stute gebrochen, kam zu einem letztlich noch sicheren Sieg. Platz drei ging deutlich zurück an Donatello, der wie die anderen Teilnehmer auf den Sieg aber nie eine Chance besaß.
‚Ich hatte aus Hamburg gelernt, dass ich früher an ihr dran sein muss, das habe ich diesmal umgesetzt und der Rennverlauf war optimal‘, erklärte Siegjockey Eduardo Pedroza nach dem Rennen.
Das Maidenrennen für den jüngsten Jahrgang ging an den Auenqueller Auenschütze aus dem Stall von Trainer Uwe Ostmann. Von der Spitze aus hatte er unter Andreas Boschert keine Mühe, sich gegen den ebenfalls gut laufenden Wöhler-Schützling Sassoaloro durchzusetzen. Dritter wurde der Ebbesloher Lovely Tiger.
Eine tolle Vorstellung sahen die Zuschauer auch in der KölnBonner Meile, dem Ausgleich I über 1600 Meter. Andreas Wöhlers Bebe Vettori setzte sich bei seinem fünften Saisonsieg (dem vierten Treffer in Folge) in ganz großer Manier durch, ließ seinen Konkurrenzen nicht den Hauch einer Chance. Der Hengst könnte durchaus ein Listen- oder Gruppepferd sein.
Den Großen Preis der Mercedes-Benz Niederlassung Hannover, das zweite Highlight des Tages in Hannover-Langenhagen, gewann mit der von Peter Rau trainierten Stute Amateis die Favoritin (25:10).
Unter Andre Best setzte sich die Tiger Hill-Tochter in diesem Auktionsrennen nach einem Rennen aus dem Vordertreffen sicher gegen Stellino und ihre Trainingsgefährtin Malalai durch. 25.000 Euro gab es in diesem mit insgesamt 50.000 Euro dotierten 2000 Meter-Rennen für die Siegerin.
In Hannover ging das Zweijährigenrennen überraschend nicht an einen der ganz großen Trainer, sondern an den Stall von Hans-Jürgen Gröschel, dessen Big Shuffle-Tochter Taita ihren Heimvorteil gegen den spät noch stark endenden Global Champion und Nouvelle Europe ausnutzen konnte.
Wer bis zum letzten der elf Rennen blieb, der wurde auch noch Zeuge der höchsten Quote, die es je im deutschen Galopprennsport gegeben hat. Die Viererwette Cariera – A ce Soir – Idol – Esturia wurde nur einmal getroffen und zahlte aufgrund des großen Jackpots die Wahnsinnssumme von 962 517:10.











