Als Mitbesitzer des Gestüts Auenquelle spielt Peter-Michael Endres eine führende Rolle in der deutschen Vollblutzucht. Als Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins übt er aber auch ein wichtiges Funktionärs-Amt aus. Was wäre da schöner, als auf der „eigenen“ Bahn ein prestigeträchtiges Rennen zu gewinnen?
Am Samstag könnte dieser Wunsch wieder in Erfüllung gehen. Denn im BMW Preis Düsseldorf trägt die Favoritin die gelben Erfolgsfarben der Zuchtstätte aus Rödinghausen.
Auch wenn die Big Shuffle-Tochter Molly Art (Foto, gemeinsam mit Norwegian pride) Höchstgewicht schultern muss, führt der Weg zum Sieg in diesem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen in erster Linie über die von Uwe Ostmann trainierte Vierjährige, die selbstverständlich Stalljockey Andreas Boschert anvertraut ist und eine von fünf älteren Ladies ist, die den Kampf gegen ebensoviele Vertreterinnen des Derby-Jahrgangs aufnehmen.
Von den älteren Kandidatinnen droht wohl kaum Gefahr. Denn Norwegian Pride (Andreas Göritz) landete zuletzt deutlich hinter Molly Art, die sie zuvor noch bezwungen hatte, ist auch nicht die Wahl des Stalljockeys.
Ruby Hill (Adrie de Vries), immerhin Ausgleich I-Siegerin, zeigte vor wenigen Tagen in Clairefontaine eine schwächere Vorstellung, absolviert aktuell auch ein strammes Pensum. River Melody (Andrasch Starke) hat eine Pause seit Baden-Baden zu überbrücken. Sehr konstant agiert New Inspiration (Terry Hellier), doch musste sie ebenfalls schon Mitkonkurrentinnen vor sich dulden.
Vielleicht steckt Gefahr in der ein oder anderen Dreijährigen. Als absolute Spezialistin für den Düsseldorfer Kurs gilt Lasira (William Mongil), die im Frühjahr hier ein Listenrennen an ihre Fahnen heftete und auch in den pferdewetten.de-1000 Guineas als Dritte eine Klassepartie bot.
Im Henkel-Preis der Diana könnte der Ebbesloherin der Weg zu weit geworden sein. Hier sieht es recht günstig aus. Auch Directa (Andreas Helfenbein) wusste im ersten Klassiker zu gefallen, war in der Diana ohne Chance und scheiterte in Hamburg in der Maidenklasse sehr unglücklich. Ob sie gerade hier ihren ersten Sieg erringt?
Während die Holländerin Mellanie Surprise (Carolin Lippert) überfordert scheint, darf man den polnischen Gast Desert Dabby (Andreas Suborics) nicht unterschätzen, gewann die Stute doch gerade die Austrian Oaks in Wien (u.a. gegen die Deustche Donatessa). Stärkster Gast könnte einmal mehr Flor Y Nata (Filip Minarik) sein, die sich schon zweimal hierzulande versuchte, zuletzt in München allerdings gegen mehrere Gegnerinnen ziehen lassen musste.
Doch Trainer Sir Mark Prescott, der in Deutschland einen bemerkenswerten Schnitt hat, wird schon wissen, warum er die Fusichi Pegasus-Tochter nun erneut über den Kanal schickt.
Neun Prüfungen erwarten die Turffreunde am großen BMW-Tag, darunter ein Ausgleich II und einige Rennen mit sehr ordentlichen Feldern. Bei den Dreijährigen sollte der gruppeplatzierte Schlenderhaner Sommertag die Maidenklasse verlassen.











