Tränen der Freude – Mansour Start-Ziel zum Gruppe III-Sieg

In Baden-Baden ist dieses Pferd offensichtlich in seinem Element. Hier lief er im Frühjahr im Großen Preis der Badischen Wirtschaft auf Gruppe II-Ebene als Vierter ein starkes Rennen, hier belegte er im vergangenen Jahr im Preis der Sparkassen-Finanzgruppe (ex Spreti-Rennen) Rang zwei.

Am Samstag konnte es der von Pavel Vovcenko für Angelika Muntwyler trainierte Mansour noch besser. Und das heißt dann natürlich: Platz eins! Start-Ziel gewann der sechsjährige Tai Chi-Sohn aus der Zucht seiner Besitzerin die 68. Austragung des mit 55.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennens über 2000 Meter. Es war der erste Gruppesieg für Mansour, der in der Zielgeraden schon passiert schien.

Aber Mansour (8,4) kämpfte sich immer wieder zurück, als der von Jean-Pierre Carvalho trainierte Mythico in den Farben des Stalles tmb weiter außen stark aufkam und fast schon wie der Sieger schien. Am Ende war vielleicht auch das Stehvermögen ausschlaggebend, aber Mythico gefiel in der Niederlage und zeigte eine seiner besten Leistungen der letzten Zeit, nachdem er in diesem Jahr schon einen vierten Platz auf Gruppe III-Parkett vorweisen konnte. Hinter dem Adlerflug-Sohn Mythico wurde der von Marcel Weiß für Dirk von Mitzlaff trainierte Co-Favorit Petit Marin unter Adrie de Vries Dritter und entschädigte sein Umfeld damit ein gutes Stück für das Pech aus München, wo er große Probleme in der Startmaschine hatte und gar nicht am Rennen teilnahm.

„Das ist unfassbar. Er ist einfach ein Herzens-Pferd von mir. Das habe ich, glaube ich, auch schon einmal gesagt, als ich im vergangenen Jahr zwei Listenrennen mit ihm gewinnen konnte. Ich mag ihn einfach. Wie er geht, wie er kämpf. Und dann noch in meiner zweiten Heimat Iffezheim zu gewinnen, ist umso schöner“, sagte Sibylle Vogt.

„Mir sind die Tränen heruntergelaufen. Es ist so, wie wenn dein Kind gewinnt. Er war als Fohlen unauffällig und nicht zu groß. Ich habe ihn in ein kleines Gestüt gegeben. Das war vielleicht ein Fehler, denn er ist dort mehr oder weniger allein aufgewachsen“, so Besitzerin und Züchterin Angelika Muntwyler.

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