Nations Pride schlägt Fantastic Moon im Großen Dallmayr-Preis

Der von Charlie Appleby für Godolphin trainierte Nations Pride gewann am Sonntag in München den Großen Dallmayr-Preis – Bayerisches Zuchtrennen ausgetragen seit 1866 (155.000 Euro) der Gruppe I. Unter William Buick verwies der Teofilo-Sohn den amtierenden Deutschen Derby-Sieger Fantastic Moon und Skalleti auf die Plätze.

Es war ein Klasse-Ritt von William Buick, der mit dem Godolphin-Hengst, der zuletzt im März in Meydan bei seinem dritten Platz im Dubai Turf (Gr. I) am Start war, an die Spitze ging, als kein anderer Kandidat gehen wollte. Dahinter folgten wie an der Perlenkette Best of Lips (Andreas Suborics/Martin Seidl), Best Flying (Andreas Suborics/Thore Hammer-Hansen), Fantastic Moon (Sarah Steinberg/Rene Piechulek), Sammarco (Peter Schiergen/Adrie de Vries) und Skalleti (Jerome Ryenier/Antonio Orani). Petit Marin (Marcel Weiß/Andrasch Starke) lief gegen die geschlossene Boxentür und ist dann nach hinten raus, für ihn war das 2000 Meter-Rennen vorbei, noch ehe es richtig losging.

An der Spitze verschleppte Buick das Tempo dann geschickt, aber auch die anderen Jockeys waren mit ihren Positionen offenbar zufrieden. Als es dann auf das Ende des Schlussbogens zuging, verschärfte Buick das Tempo mit einem Mal und sein Partner, der 2022 ein Gruppe I-Rennen in Saratoga (USA) gewinnen konnte, legte umgehend den höheren Gang ein. Aber auch Rene Piechulek war auf dem Derbysieger aufmerksam und brachte diesen etwas weiter in der Bahnmitte.

Doch vorne konnte Nations Pride (2,8) weiter zulegen, während der 2,5:1-Favorit Fantastic Moon zwar alles probierte, die Lücke aber nicht mehr schließen konnte. Bei seinem ersten Auftritt gegen die älteren Pferde zog sich der Sea The Moon-Sohn aber bestens aus der Affäre und unterlag in allen Ehren. Rang drei ging dahinter an Skalleti, der dieses Rennen im Jahr 2021 gewinnen konnte, und der mit seinen acht Jahren noch einmal auf Gruppe I-Ebene platziert lief. Platz vier belegte der Vorjahressieger Sammarco.

„Er ist schon ein sehr gutes Pferd“, so William Buick nach dem Rennen. „Er war nun länger nicht am Start, hatte eine kleine Pause. Wir wussten, dass der Derbysieger ein sehr gutes Pferd ist. Und wir mussten ihm auch relativ viel Gewicht geben.“ Assistenz-Trainer Alex Merriam, der Charlie Appleby in Riem vertrat, lobte seinen Reiter. „Es war ein sehr guter Ritt von William und am Ende ging es relativ leicht für Nations Pride.“ Nations Pride verlor unterwegs sogar noch ein Eisen. Aufhalten konnte ihn auch das nicht.

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