Nastaria im Irish St Leger? “Der Plan ist wirklich konkret”

Am vergangenen Freitag gewann die von Anna Schleusner-Fruhriep trainierte Nastaria nach dem Langen Hamburger auch den Großen Preis von meravis in Hannover, und damit ihr zweites Listenrennen in Serie. Im Mai lief die eisenharte Outstrip-Tochter im Berliner Oleander-Rennen (Gr. II) platziert, was ihr eine Start-Möglichkeit für das Irish St Leger der Gruppe I am 10. September einbrachte. Und man will die Möglichkeit wohl wahrnehmen.

„Der Plan im irischen St Leger zu laufen ist wirklich konkret“, so Anna Schleusner-Fruhriep am Dienstag gegenüber der Sport-Welt. „Wir haben den Traum schon seit Jahrzehnten und wären gerne schon mit Summershine dort gestartet. Jetzt mit dem dritten Platz im Oleander-Rennen hat Nastaria die kostenlose Startoption in der Tasche. Das ist ein Wink mit Zaunpfahl, so dass wir gesagt haben, dass wir es tun müssen.“

Nastaria zählt mittlerweile zu den besten deutschen Pferden auf den Extrem-Steher-Distanzen, der Auftritt im St Leger wäre der vorläufige Höhepunkt für die Stute mit der man es im vergangenen Jahr auch schon einmal im Großen Preis von Berlin auf Gruppe I-Ebene probierte. Hier wurde sie Siebte. „Mit ihren Siegen zuletzt in Hamburg und Hannover hat sie uns auch noch einmal in der Distanz bestätigt. Nach ihrem ersten Versuch über den ganz weiten Weg im Altano-Rennen waren wir uns da noch gar nicht so sicher”, sagt die Trainerin.

Mit der Reise nach Irland betritt die Familie Schleusner Neuland. „Wir haben schon mit ein paar Leuten gesprochen, wie man eine solche Reise angeht. Wir wollen natürlich alles alleine machen, aber wir sind da ja noch recht grün in solchen Dingen, auch wenn wir mit unseren Pferden schon in Schweden waren. Daniel Krüger hat den Kontakt nach Irland hergestellt, um sicher zu gehen, dass wir auch tatsächlich im Rennen sind. Jimmy Clark ist unser Engländer, der mit auf die Reise gehen wird, und Catrin Nack fährt den Transporter, da sie an den Linksverkehr gewöhnt ist. Uli Baltromei hat uns auch ein paar Tipps zur Anreise gegeben. Es ist mit England ja nicht so einfach, also nehmen wir direkt das Schiff nach Irland. Auch Stephan Vogt hilft uns bei der Organisation, was etwa Impfungen angeht.“

Neben Nastaria besitzen natürlich auch der Sieger des diesjährigen Oleander-Rennens, Aff un zo (Markus Klug), und die zweitplatzierte Nachtrose (Peter Schiergen) eine Startoption für das mit 600.000 Euro dotierte irische St Leger.

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