Heimsieg im Jaspers Preis – Assistent schlägt Tünnes

Der von Henk Grewe für Eckhard Sauren und Liberty Racing 2020 trainierte Assistent hat am Sonntag in Köln in leichter Manier den mit 70.000 Euro dotierten Carl Jaspers Preis gewonnen und dabei den heißen Favorit Tünnes aus dem Stall von Peter Schiergen auf Rang zwei verwiesen.

Und das was der von Lukas Delozier gerittene Lokalmatador da auf dem heimischen Geläuf gezeigt hat, hat Eindruck hinterlassen. Als es in die Zielgerade ging, war der vom Gestüt Röttgen gezogene Sea The Moon-Sohn nämlich noch auf dem letzten Platz zu sehen. Doch was dann kam, hat in der Domstadt sicher für einiges Staunen gesorgt. Zunächst war es der heiße Favorit, der von Peter Schiergen für Holger Renz trainierte Tünnes, der der 2400 Meter-Prüfung seinen Stempel aufdrücken wollte und ging an die Spitze. Und grundsätzlich sah das auch bei seinem Saisoneinstand und mit zwei Kilo mehr, die er mindestens an das gesamte Feld weggeben musste, gut aus. Dann aber kam die Zeit von Assistent.

Erst weiter außen eingesetzt wirkte der Grewe-Schützling sofort brandgefährlich, trat dort sozusagen “händevoll” auf den Plan. Einmal gefragt, packte er dann auch sofort riesig an. Als er an den Gurten von Tünnes auftauchte, schritt er dann allerdings ein paar Walzen breit nach innen und letztlich auch dem favorisierten Asterblüte-Vertreter etwas in die Quere. Die Folge war eine Überprüfung durch die Rennleitung, die dann allerdings der Meinung war, dass das Vergehen nicht rennentscheidend war. Und so sah es auch für das Auge aus. Für die Freunde von Fakten: Im Ziel waren es drei einviertel Längen Vorsprung für den Sieger, der damit in diesem Jahr nach seinem Listensieg in Düsseldorf weiter ungeschlagen ist.

Trainer Grewe freute sich natürlich nach dem Rennen: “Das war eine tolle Vorstellung von Assistent und ein super Ritt von Lukas, wie er da hinten die Nerven behalten hat. Es war auch gutes Tempo im Rennen, das hat uns sicher in die Karten gespielt. Die Art und Weise wie er gewonnen hat, war schon beeindruckend. Wie es weitergeht, müssen wir jetzt ganz in Ruhe schauen. Deutschland ist natürlich weiterhin eine Option, aber es gibt auch im Ausland ein paar Möglichkeiten. Mal abwarten.”

Rang drei ging weitere zwei Längen zurück an Best of Lips (Andreas Suborics), der Mitte der Geraden kurz verheißungsvoll aufgetaucht war und seinerseits auch wieder eine gute Leistung zeigte. Nur unweit zurück, nämlich einen Kopf schnappte sich Wagnis (Markus Klug) den vierten Platz.

Auch das Tageshighlight in Weidenpesch gehörte zur V7-Wette. 174 Scheine haben die Gruppe II-Prüfung überlebt.

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