Schon jetzt ist eine Sache klar, und das, obwohl wir erst den 21. Mai schreiben: Viel enger und spannender als im Prix Vicomtesse Vigier wird es in diesem Jahr in Europa auf Gruppe I-Ebene kaum zugehen. In der 3100 Meter-Prüfung von ParisLongchamp braute sich auf der Zielgeraden ein unglaubliches Finish zusammen. Unterwegs hatte Santorini Star aus dem Stall von William Haggas unter Tom Marquand lange das Kommando übernommen, doch beim Übergang auf die echte Longchamp-Zielgerade standen die Gegner bereits Schlange.
Im Verlauf der Geraden kamen immer mehr Angriffe. Sei es von Waltraut Spanners Arrow Eagle, von Caballo De Mar, von Double Major oder Al Riffa: Zeitweise kämpften sechs Pferde um den Sieg. Letztlich kamen fünf Pferde innerhalb von vielleicht einer Dreiviertellänge über die Linie. Das beste Ende hatte Caballo De Mar für sich. Der Dortmunder St. Leger-Sieger aus dem Stall von George Scott gewann nach dem Prix du Cadran, den er im Oktober ebenfalls in Longchamp für sich entscheiden konnte, sein zweites Gruppe I-Rennen.
In den Farben von Victorious Forever saß Oisin Murphy im Sattel, der den 19,0:1-Außenseiter zum Sieg steuerte. Rang zwei ging an den lange die Pace machenden Santorini Star. Dritter wurde Al Riffa und damit ein weiterer „Deutschland Gruppe-Sieger“, der 2024 schließlich auch den Großen Preis von Berlin in Hoppegarten gewonnen hatte. Für Joseph O’Brien und Jockey Dylan Browne McMonagle lief er stark. Ein Rennen, das seinesgleichen suchen wird, das ist schon jetzt klar. Auch der viertplatzierte Favorit Asmarani und Fairy Glen waren dichtauf. Spät passen musste Double Major, während auch Arrow Eagle lange mitmischte. Der Ex-Deutsche Rashford hatte keine besseren Momente und wurde hinter Arrow Eagle Achter. Aber auch er war nicht weit zurück.













