Wow! Mooney Love mit Panov wie auf Rollschuhen

Was war das denn für eine Vorstellung? Das war ein Sieg mit Wow-Faktor. Mooney Love, ein vier Jahre alter Australia-Sohn aus dem Besitz des Teams Valor, imponierte im RaceBets.de Jubiläumspreis in Köln auf der ganzen Linie.

In dem mit 22.500 Euro dotierten Listenrennen setzte sich Mooney Love vom letzten Platz kommend durch.

„Er kam nicht so schnell auf die Beine, ich hatte da keine andere Wahl als hinten zu gehen“, sagte Siegjockey Wladimir Panov nach dem Sieg. “Aber man hat gesehen, dass das Pferd gut genug ist.“

Es war ein Kistenritt für ihn, er vertrat den erkrankten Rene Piechulek. Ein Listensieg als Kistenritt: kommt auch nicht alle Tage vor!

Alaskasonne, die bärenstark lief, hatte dem außen vorgetragenen Angriff von Mooney Love nicht entgegenzusetzen. Als Mooney Love, der schon früh in der Geraden riesig aufmarschierte, außen ankam, war die Sache schnell gegessen. Trainer Markus Klug sagte: „Es war eigentlich gutes Tempo im Rennen, aber den Antritt vom Sieger konnte sie nicht mitgehen.“

Hinter der als Favoritin gestarteten Alaskasonne (2,0:1) wurde Nubius Dritter, kam noch knapp an Wiesentau vorbei, dem nach Mooney Love zweiten Pferd von Andreas Wöhler im Rennen.

Mooney Love lief erstmals für den Coach aus Spexard bei Gütersloh, stand im letzten Jahr noch im Botti-Quartier in Italien. Auf Gruppe II-Ebene war er im Oktober Dritter zu Road to Arc und Alter Adler geworden, das war schon eine starke Form. Danach lief er indes zweimal schwach.

Vor dem Rennen stand auch Trainer Andreas Wöhler, der das Rennen zu Hause verfolgte, vor einem kleinen Rätsel. Auf seiner Homepage schrieb er: „So richtig schlau sind wir noch nicht aus ihm geworden, er lässt sich da von niemanden in die Karten schauen aber auffällig war, dass Mooney Love bei der Arbeit nicht immer sehr fokussiert wirkt und wird so mit Scheuklappen aufgeboten. Da muss man jetzt einfach mal in Ruhe zuschauen.“

In Ruhe zuschauen, sich entspannt zurücklegen und früh sehen, was Mooney Love da auf den Rasen zauberte – das konnte man am Donnerstag dann in der Tat!

Susanne Wöhler sagte als Vertreterin ihres Mannes nach dem Kölner Sieg: „Als er zu uns kam, da wussten wir nicht viel über ihn. Eigentlich wussten wir bis gestern nichts von ihm, denn er lässt sich nicht in Karten schauen. Ich dachte eigentlich schon, dass er Start-Ziel Letzter wird.“

 

 

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