Workforce out, aber Dangerous Midge gewinnt f?r Europa

Man hatte im Lager des Arc-Siegers Workforce die ‚Drohung‘ wahr gemacht und den King’s Best-Sohn für den Breeders‘ Cup Turf abgemeldet. Wegen des zu abgetrockneten Geläufs nahm der dreijährige Epsom-Derbysieger aus dem Stall von Sir Michael Stoute nicht an dem mit drei Millionen Dollar dotierten Gr. I-Rennen über die Distanz von 2400 m teil.

Somit stieg der Arc-Vierte Behkabad aus dem Stall von Jean-Claude Rouget zum Favoriten für das zweitwichtigste Rennen des Meetings auf. Doch unter Christophe-Patrice Lemaire konnte der Dreijährige, der ohne Lasix lief, dieser Rolle nicht gerecht werden. Trotz eines optimalen Rennverlaufs an dritter Position kam der Hengst nur auf den dritten Platz.

Vorne schien es lange der von Beginn an führende US-Hengst Champ Pegasus zu schaffen, der bis weit in die Zielgerade hinein die Spitze hatte. Doch auf den letzten Metern hatte der immer im Vordertreffen liegende Dangerous Midge (95:10) unter Frankie Dettori (Foto) die größeren Reserven und kam noch sicher hin.

Der Schützling von Trainer Brian Meehan sorgte somit für den zweiten europäischen Sieg bei diesem Meeting. Zuletzt hatte er überlegen das Arc-Trial in Newbury gewonnen, scheint gewaltig verbessert zu sein. Der dritte europäische Starter in diesem Rennen, John Gosdens Debussy, wurde Fünfter.

Für Frankie war es der vierte Sieg im ‚Turf‘ nach Daylami (1999), Fantastic Light (2001) und Red Rocks (2006), der auch von Brian Meehan trainiert wurde.

Im Breeders‘ Cup Juvenile Turf, dem ersten Breeders‘ Cup-Rennen am Samstagabend, siegte der Mitfavorit Pluck (74:10), der mit riesigem Speed von weit hinten in dem mit 1 Million Dollar dotierten Rennen unter Garrett Gomez noch an den Gegnern vorbeiflog, was einen weiteren Sieg für Trainer Todd Pletcher bedeutete, der am Tag zuvor mit More Than real bereits das Juvenile Fillies Turf gewonnen hatte. Soldat und Willcox Inn belegten die Plätze zwei und drei, während sich von den drei europäischen Vertretern keiner platzieren konnte. Dabei war Aidan O’Briens Master of Hounds, der Dritte aus der Racing Post Trophy, sogar als Favorit ins Rennen gegangen.

Den Breeders‘ Cup Sprint (1200 m, 2 Mio. Dollar), das erste Gruppe I-Rennen des Abends, gewann fast Start-Ziel der Vierjährige Big Drama aus dem Stall von Trainer David Fawkes. Unter Jockey Eibar Coa ließ die 62:10-Chance in der recht kurzen Zielgeraden keinen Gegner an sich herankommen und verwies den Außenseiter Hamazing Destiny und den Dreijährigen Smiling Tiger auf die Plätze zwei und drei.

Im Breeders‘ Cup Turf Sprint (1000 m, 1 Mio. Dollar) setzte sich mit Chamberlain Bridge (79:10), der unter Jockey Jamie Theriot riesigen Speed zeigte, wieder ein Pferd aus der erweiterten Favoritengruppe durch. Der lange führende Central City und Unzip Me belegten in dem Gruppe II-Rennen die Plätze zwei und drei. Der Sieger hatte unter der Woche noch mit Hufproblemen zu tun, doch war davon im Rennen nichts zu merken.

Einer der imponierendsten Sieger des gesamten Abends war im Breeders‘ Cup Juvenile der von Todd Pletcher trainierte Uncle Mo, der unter John Velasquez als 24:10-Favorit die mit zwei Millionen Dollar dotierte 1700 Meter-Prüfung gewann. Nach einem Rennen vom zweiten Platz aus, ging er zu Beginn der Zielgeraden nach vorne und ließ dem zweiten Favoriten Boys at Tosconova keine Chance. Viereinviertel Längen Vorsprung hatte der nun bei drei Starts unbesiegte Hengst im Ziel auf den Zweiten.

Nach dieser Vorstellung dürfte Uncle Mo der beste amerikanische Zweijährige sein. Godolphins Biondetti, der zuletzt das Gran Criterium in Mailand auf Gruppe I-Ebene gewonnen hatte, schien lange Dritter werden zu können, wurde auf den letzten Metern aber noch überlaufen und somit Vierter. Es war beim vierten Start die erste Niederlage des von Mahmood Al Zarooni trainierten Hengstes.

Die Breeders‘ Cup Dirt Mile (Gr.I, 1 Mio. Dollar) gewann der 387:10-Außenseiter Dakota Phone (Joel Rosario) aus dem Stall von Trainer Jerry Hollendorfer in einem Zielfoto-Finish gegen den schon wie der Sieger aussehenden Mitfavoriten Morning Line. Dritter wurde dahinter der von Saeed Bin Suroor für Godolphin trainierte Gayego, der unter Frankie Dettori jedoch keine Siegchance besaß.

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