Quantanamera-Gala in der Winterkönigin

Was für eine Gala-Vorstellung der von Andreas Suborics für Jürgen Sartori trainierten Quantanamera im BBAG – Preis der Winterkönigin! Hochüberlegen mit achteinhalb Längen gewann die vom Gestüt Fährhof gezogene Lope de Vega-Tochter das mit 155.000 Euro dotierte Highlight der zweijährigen Stuten in Iffezheim und reiht sich damit in die Riege überlegener Siegerinnen wie Massada, White On Red, Quebrada, Martessa oder Well Known ein (zum Video).

„Nach ihrer Arbeit vor zwei Wochen habe ich zu meiner Frau gesagt, dass wir hier vielleicht ein richtiges Ausnahme-Pferd im Stall haben“, so ein rundum glücklicher Trainer nach der Gruppe III-Prüfung über die Meile. „Sie ist die beste Stute, die ich jemals im Training hatte. Dennoch war der Puls heute natürlich hoch.“ Etwas beruhigter konnte der Trainer vielleicht nach den ersten Metern sein, denn Jockey Martin Seidl hatte schnell alles im Griff und vor allem auch die Spitze inne. „Ich habe sie entscheiden lassen. Sie hat gesagt: ‚komm mein bayerischer Freund, ich mach das schon“, sagte Seidl nach seinem zweiten Sieg in der „Winterkönigin“. „Der erste war auf Whispering Angel von ganz hinten, heute ging es von vorne“, so der Jockey weiter.

Und wie es ging: Ab der 400 Meter-Marke gab es für Quantanamera, die als Jährling bei der BBAG 200.000 Euro kostete, kein Halten mehr. Schnell löste sich die Kölner Stute auf viele Längen. “Das war eine Gala”, befand auch ihr Coach später. Deutlich spannender war der Kampf um die Plätze, den die von Markus Klug für das Gestüt Röttgen trainierte Empore (Andrasch Starke) gegen Peter Schiergen Tamarinde (Bauyrzhan Murzabayev) aus dem Besitz des Rennstalles Gestüt Hachtsee für sich entschied. „Sie hat das optimale herausgeholt“, so Klug nach dem Rennen in dem Wissen, dass gegen die Siegerin an diesem Tag einfach kein Ankommen war. „Das Ziel war Black Type und das hat sie erreicht“, zeigte sich auch Peter Schiergen zufrieden, während Peter Gaul dem knapp verpassten Black Type von Elle auf Rang vier ein wenig nachtrauerte. Lange schien die Lokalmatadorin mehr erreichen zu können.

Für Quantanamera (2,5) ist nun nach zwei Starts und zwei Siegen Schluss für dieses Jahr. „Sie wird jetzt Nennungen für alle große Rennen bekommen, auch für den Prix de Diane“, blickte Andreas Suborics, der den Preis der Winterkönigin am Sonntag erstmals als Trainer gewinnen konnte, voraus. „Nun wollen wir diesen Erfolg erst einmal genießen.“ 

 

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