Dato gewinnt den Carl Jaspers-Preis

Was soll man dazu noch groß sagen. So langsam gehen einem die Superlative für die Form des Stalls von Sascha Smrczek aus. Nicht der Favorit Alter Adler, die nachgenannte Alaskasonne oder französische Gast Road To Arc gewannen den Carl-Jaspers-Preis (Gr.II/70.000 Euro), sondern der Außenseiter Dato mit Encki Ganbat im Sattel (zum Video)!

Der sechsjährige Mount Nelson-Sohn in den Farben des Stalls Grafenberg verwies nach einem Rennen von der Spitze den großen Favoriten Alter Adler und die Röttgenerin Alaskasonne auf die Plätze.

Gleich nach dem Start an der 2400-Meter-Marke sah man den späteren Sieger an der Spitze, es folgten Alter Adler, Alaskasonne, Sea of Sands und die auf Warten gerittenen Quebueno, Dolcetto und Road To Arc. Unterwegs sollte sich daran nichts ändern, es lief in einem dicht geschlossenen Feld auf einen Sprint aus.

In der alles entscheidenden Phase marschierte der Vertreter des Stalls Grafenberg an der Spitze einfach immer weiter, in der Mitte machte sich Alter Adler bemerkbar, doch der letztjährige Derby-Zweite hing zunächst etwas nach außen und verlor so auch ein wenig an Schwung. Weiter außen machte sich Alaskasonne noch bemerkbar, alle anderen kamen nicht so recht weiter.

Auf den letzten Metern bekam dann Alter Adler noch einmal die zweite Luft, doch Dato war nicht mehr einzufangen. Nach einem toll eingeteilten Ritt von Siegreiter Bayarsaikhan Ganbat, für den es der erste Gruppe II-Treffer der Karriere war, kam Dato als 18,8:1-Außenseiter zum Zug.

“Ich wollte in diesem Rennen schon letztes Jahr die Spitze bekommen. Dieses Jahr hat es geklappt. Ich konnte mir das Tempo selbst einteilen und dann ist er immer weiter marschiert. Einen Gruppe II-Sieg wollte ich noch erreichen, das hab ich jetzt geschafft.”

Derweil war dieser Erfolg auch ein ganz besonderer für Albrecht Woeste, dem Besitzer hinter dem Stall Grafenberg. Nachdem er letztes Jahr mit Waldbiene seinen ersten Gruppesieg als Besitzer bejubeln durfte, folgte nun die nächste Stufe, nämlich der erste Gruppe II-Sieg der Besitzerlaufbahn des Urgesteins im deutschen Turf.

“Es läuft traumhaft. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an mein großartiges Team, ohne die es nicht möglich wäre. Ein besonderer Moment mit so einem Pferd dieses Rennen zu gewinnen. Er hatte durch den Jahresstart einen Konditionsvorteil aber er hat hier schon tolle Pferde wie Alter Adler und Alaskasonne geschlagen. Ein großes Dankeschön und Gratulation auch an Besitzer Albrecht Woeste”, so Sascha Smrczek nach dem Rennen.

 

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